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Heißer Sommer, kalter Winter … w a r u m ? I. Klaus Eckart Puls

Sowohl beim vergangenen kalten Winter 2009/10 als auch beim derzeitigen heißen Sommer in Mitteleuropa handelt es sich um Ergebnisse normaler(!) meteorologischer Prozesse und Wetterlagen. Mit irgendeiner „Klima-Katastrophe“ hat weder der vergangene kalte Winter noch der jetzige heiße Sommer auch nur das Geringste zu tun, und mit CO2  schon ganz und gar nicht !

Die Atmosphären-Strömung „arbeitet“ in Wellen und Wirbeln. D i e s e  leisten in der Atmosphäre die Energie-Umsätze und Energie-Transporte.

In unseren gemäßigten Breiten haben wir es zu etwa 80% des Jahres mit einer mehr oder weniger mäandernden West-Wind-Strömung in den höheren Luftschichten zu tun, wobei als dynamisches Bezugs-Niveau häufig die 500-Hektopascal-Fläche (keine “Ebene“) in ca. 5000 m Höhe benutzt wird.

Das Wetter am Erdboden (also “in Augenhöhe“) mit seinen Tiefs, Fronten, Hochs …. ist „ein Abfall-Produkt“ dieser Höhenströmung. Die Druckgebilde und Wetter-Fronten entstehen als Folge von Konfluenzen (Konvergenzen) und Difluenzen (Divergenzen) in dieser Höhenströmung  – auch Jetstream genannt:

 

Abb. 1  Entstehung von dynamischen Hoch- und Tiefdruckgebieten. Quelle: Klaus Eckart Puls (2007)

Höhenströmung und „Boden-Wetter“ werden von den sogenannten Zirkulations-Modellen der weltweiten Wetterdienste mit guter Genauigkeit für ca. eine Woche prognostiziert. Dabei wird der sogenannte deterministische Anteil dieser physikalischen Prozesse für die Wetterprognosen herausgearbeitet, während mit zunehmender zeitlicher Rechen-Distanz zum Ausgangszustand der unbestimmbare (stochastische) Anteil mehr und mehr überwiegt !

D a h e r  geht man derzeit davon aus, daß aus physikalischen Gründen (Chaos-Theorie der Atmosphäre) auch in den nächsten Jahrzehnten (Jahrhunderten?) eine Vorhersagbarkeitsgrenze von ca. 10 Tagen kaum überschritten werden kann.

Schon aus diesen Gründen ist es eine ungeheuere Anmaßung der Klima-Institute, Klima (und damit letztlich Wetter) für 100 Jahre im voraus berechnen zu wollen !! (….selbst auch dann, wenn dieser Vergleich physikalisch etwas „hinkt“).

Zu eigentlichen Kernfrage, warum mal sehr kalt und mal sehr heiß : 

Wenn die Höhenwind-Strömung weitgehend West-Ost ausgerichtet ist, dann wird mit den Tiefs und ihren Fronten atlantisch temperierte Luft nach Europa gesteuert:

Abb. 2  Westlage mit einer von West nach Ost ausgerichteten Höhenströmung. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Das hat zur Folge, daß die Winter in Mitteleuropa mild und die Sommer kühl und regnerisch sind.

Die mehr oder weniger ausgeprägten Mäander der („wetter-steuernden“!) Höhenströmung nennt man wegen ihres globalen/planetaren Auftretens in der meteorologischen Fachsprache „Planetarische Wellen“ (nach ihrem Entdecker auch: ROSSBY-Wellen). Dort, wo ein „Wellenbauch“ ist, entsteht ein Hochdruck-Keil ; dort, wo ein „Wellental“ ist, den die Meteorologen  TROG nennen, haben wir tiefen Luftdruck  –  b e i d e s  in „allen“ Höhenschichten bis zum Boden, mehr oder weniger.

Auf den Westseiten der Tröge, auch Rückseiten genannt (…und damit am Ostabhang der Keile) wird Kaltluft von höheren (nördlichen) Gefilden in niedere Breiten transportiert (am Boden: „Kaltfronten“) ; auf den Ostseiten der Tröge und folglich an den West-Flanken der Hochkeile wird Warmluft von niederen (südlicheren) Breiten nach Norden transportiert  – Warmluft-Advektion! 

In dieser Zirkulation überwiegen hemisphärisch/global „Wellen-Zahlen“ von 5…6…7, seltener 3 oder 4. Bei geringeren Wellen-Zahlen (also 3…4…5) neigt die atmosphärische Strömung aus physikalischen Gründen („stehende Wellen“) zu einer Verlangsamung des West-Ost-Weiterwanderns bis hin zum „Stillstand“  – in der Meteorologie BLOCKIERUNG  genannt.  

D a n n  verstärken sich Hochkeile und Tröge noch, w o m i t  sich die Zufuhr von kalter bzw. warmer Luft intensiviert, je nachdem, in welcher Region wir uns unter der Höhenströmung und der sich daraus ergebenden Bodenströmung befinden.

F o l g l i c h : Es gibt im globalen Maßstab gleichzeitig (!!) immer Regionen, in denen es   (im Vergleich zum meteorologischen Langzeit-Mittel) entweder „zu kalt“  o d e r  eben „zu warm“ ist !!

Genau dieses Strömungsmuster einer BLOCKIERUNGS-Wetterlage („Blockierung“ gegen die „normale“ Westdrift) hatte sowohl unseren Winter 2009/2010 bestimmt, …

Abb. 3  Blockierungswetterlage im Winter 2009/2010.  Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

… als auch unseren Sommer 2010 in den ersten drei Juli-Wochen.  

 

Abb.4  Blockierungswetterlage im Sommer 2010. Quelle: http://www.wetterzentrale.de/

Der einzige Unterschied  – betreffend den vergangenen Winter und den Juli-Sommer 2010  – ist  d e r ,  daß der blockierende Hochkeil im letzten Winter 2009/2010 mehr oder weniger über dem Ostatlantik lag, mit einer  ständigen „vorderseitigen“ Kaltluft-Polarluft-Advektion nach Mittel- und Osteuropa (TROG),  w o g e g e n  der Hochkeil im Juli 2010 über dem mittleren bis östlichen Europa lag.

D a s  hatte zur Folge, daß an der Westflanke dieses Hochkeils und gleichermaßen auf der Ostflanke („Vorderseite“) des „stationären“ ostatlantischen Tiefdruck-Troges subtropische Warmluft nach West- und Mittel-Europa geführt wurde !

W a r u m  die Atmosphäre sich in machen Jahreszeiten für eine solche “Blockierung“ entscheidet, oder eben  –  wie z.B. in “normalen“ Sommern –  für eine Atlantische Westdrift mit Regen und kühler Luft (wie mehr oder weniger in den Sommern 2007-2009), das ist nicht bekannt.

So ist auch ein kausaler Zusammenhang nicht gesichert, wenn ein warmer  Sommer auf einen kalten Winter folgt, oder umgekehrt. In der überwiegenden Zahl der Fälle passiert das nämlich nicht.

Gleichermaßen gibt es für entsprechende Jahreszeiten-Prognosen weiterhin kein wissenschaftlich abgesichertes Verfahren.

Interessant ist jedoch, daß diese Zirkulations-Muster der Blockierungen bzw. der sommerlichen West-Wind-Regen-Drift tief in der Erfahrung unseren Vorfahren verankert ist, und in der Bauern-Regel vom “Siebenschläfer“ ihren Niederschlag gefunden hat. 

F a z i t : Dieses alles sind meteorologische Prozesse und Wetterlagen, mit irgendeiner „Klima-Katastrophe“ hat weder der vergangene kalte Winter noch der jetzige heiße Sommer auch nur das Geringste zu tun, und mit CO2  schon ganz und gar nicht !!!!!

Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls

Alle Gastbeiträge geben nur die persönlichen Ansichten der Autoren wieder, nicht aber die des Wetter Journals!
 

Verwandter Artikel: Heißer Sommer, kalter Winter … Warum? II. Jens Christian Heuer

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Kategorien:Debatte, Klimawandel, Wetter
  1. Jochen Ebel
    2. August 2010 um 09:37

    Zitat Anfang
    Daher geht man derzeit davon aus, daß aus physikalischen Gründen (Chaos-Theorie der Atmosphäre) auch in den nächsten Jahrzehnten (Jahrhunderten?) eine Vorhersagbarkeitsgrenze [des Wetters] von ca. 10 Tagen kaum überschritten werden kann.

    Schon aus diesen Gründen ist es eine ungeheuere Anmaßung der Klima-Institute, Klima (und damit letztlich Wetter) für 100 Jahre im voraus berechnen zu wollen !! (….selbst auch dann, wenn dieser Vergleich physikalisch etwas „hinkt“).
    Zitat Ende

    Fast jeder Mensch hat schon eine viel längerfristige KLimaprognose gemacht: „Im Winter ist es kälter als im Sommer“ Das ist so trivial, daß es schon fast peinlich ist, eine solche Aussage zu machen. Damit hat niemand im Sommer prognostiziert, wie der Wetterverlauf im Winter ist. Ursächlich für den Unterschied des Sommer- und Winterklimas ist der Sonnenstand und analog ist ursächlich für die langfristige Änderung des mittleren Klimas

    Zitat Anfang
    F o l g l i c h : Es gibt im globalen Maßstab gleichzeitig (!!) immer Regionen, in denen es (im Vergleich zum meteorologischen Langzeit-Mittel) entweder „zu kalt“ o d e r eben „zu warm“ ist !!
    Zitat Ende

    der Anstieg der CO2-Konzentration. Mit den langfristigen Klimaprognosen (Sommer- und Winterklima und mehrjähriger Mittelwert) ist keine langfristige Aussage zum Wetter verbunden.

    Besonders bezüglich der Höheneigenschaften: Die Höhe der Tropopause schwankt auch mit der Jahreszeit und langfristig steigt auch die mittlere Höhe der Tropopause durch den CO2-Anstieg. Dieser Höhenanstieg der Tropopause durch CO2-Anstieg ist physikalisch leicht erklärbar.

    Die Langfrist-Prognose des Klimas [nicht des Wetters!!] ist deshalb keine „ungeheuere Anmaßung der Klima-Institute“, sondern eine begründete Aussage auf dem Boden der Kenntnis der Physik.

    MfG

  2. 2. August 2010 um 09:57

    Herr Puls, Sie schreiben: „W a r u m die Atmosphäre sich in machen Jahreszeiten für eine solche “Blockierung“ entscheidet, oder eben – wie z.B. in “normalen“ Sommern – für eine Atlantische Westdrift mit Regen und kühler Luft (wie mehr oder weniger in den Sommern 2007-2009), das ist nicht bekannt.“

    Der letzte Winter hatte große Parallele zum ersten Kriegswinter 1939/40. Damals entwickelte sich eine erkennbare Westwindblockierung schon im September 1939, die den härtesten Winter seit über 100 Jahren vorbereitete. Inwieweit hing diese Blockierung mit dem Krieg zusammen? Erstaunlich, die Wissenschaft zeigt an der Klärung der Frage kein Interesse, obwohl ein anthropogener Einfluss in Betracht kommt. Zum Winter 1939/40 hier auf WELTENWETTER, Aug.01,2008: http://weltenwetter.wordpress.com/2008/08/01/ein-grosversuch-in-klimasachen-der-extrem-winter-193940-und-die-klimaforschung/#comment-29

    Doch warum nun der nachfolgende starke Sommer, fragen Sie auch. Dazu sollte man die Lage mit 1940 vergleichen. Auch damals war der Sommer „super“. Für Interessierte sind möglicherweise die (SST) Vorgaben der Nord- und Ostsee von Relevanz. Je kälter das Wasser (Apr-Juni), desto stärker sind die Seeräume kontinental beeinflusst. Für eine Ausdehnung der Phase kalter SST, kommt als Faktor die Schifffahrt in Betracht. Vgl dazu ein Beitrag wegen der Wintersaison: “Kältester Winter seit 30 Jahren und wo ist das Eis in der Ostsee?“
    http://www.ozeanklima.de/Archiv/maerz_10.html , verbunden mit dem Hinweis, dass sich meine dieselbezüglichen Arbeiten –strikt- auf das Winterhalbjahr beschränken, da es mir um den herausragenden Einfluss der Meere auf das atmosphärische Geschehen geht (z.B. im WWI und WWII), wobei die Kriege einen massiven Eingriff in die Meeresumwelt über einen sehr kurzen Zeitraum erfassen, zum anderen der direkte Sonneneinfluss erheblich geringer ist.
    Die Meer und Seen bestimmen maßgeblich, wann, wo, wie es zu Blockierungen kommt.
    Schon 1996 wurde darauf hingewiesen:

    ______Although dynamical processes internal to the atmosphere likely play a prime role in determining the evolution of blocking events, there is some evidence that changes in boundary conditions associated with anomalous sea surface temperatures may alter the relative frequencies of blocking and the locations where it is most likely to occur. (Schneider, Stephen H.; Ed in Chief (1996): ‘Encyclopedia of Climate and Weather’, Oxford, (Blocking by Randall M. Dole) p. 93 (99).

    Viele der aufgeworfenen Fragen hätten vermutlich längst beantwortet werden können, wenn man dem Einfluss des Seekrieges im WWII auf die ersten drei extremen Kaltwinter in Europa und die globale Abkühlung (1940 bis ca.1975) forciert und sehr gründlich untersucht hätte. 75 Jahre haben dafür zur Verfügung gestanden.
    Mit besten Gruß
    Arnd Bernaerts

  3. Josef Kowatsch
    3. August 2010 um 09:43

    Klasse Artikel von Herrn Puls: F a z i t : Dieses alles sind meteorologische Prozesse und Wetterlagen, mit irgendeiner „Klima-Katastrophe“ hat weder der vergangene kalte Winter noch der jetzige heiße Sommer auch nur das Geringste zu tun, und mit CO2 schon ganz und gar nicht !!!!!
    Warten wir es ab wie heiß der Sommer tatsächlich wird. Der Juli war nicht der wärmste wie vollmundig angekündigt. Bei meiner seriösen Wetterwarte war er aber immerhin noch um 2,7 Grad wärmer als der langjährige Durchschnittsjuli im letzten Jahrhundert. Das ist gut so, denn die ersten fünf Monate waren kälter. Die Abkühlung überwiegt somit und wenn der August nichts wärmemäßiges bringt, dann wird 2010 das kälteste Jahr in diesem neuen Jahrtausend sein und das trotz des ständig steigenden Wärmeinseleffektes, welcher der Abkühlung entgegenwirkt.

  4. Jochen Ebel
    3. August 2010 um 10:36

    Herr Kowatsch – Sie haben die Statistik nicht verstanden. Eine einzelne Wetterlage ist nicht irgendwelchen Ursachen komplett zuzuordnen – weder das Wetter eines Sommertages noch das Wetter eines Wintertages ist komplett der Sonne oder der Wirkung des CO2 zuzuordnen. Aber der Mittelwert über längere Zeit – z.B. über den Sommer oder den Winter ist vorzugsweise dem Sonnenstand zuzuordnen und das langsame Ansteigen der Durchschnittstemperatur (nicht der aktuellen Temperatur) ist der CO2-Wirkung zuzuordnen.

    MfG

  5. Josef Kowatsch
    3. August 2010 um 19:40

    Herr Ebel
    Für Ihre Aussagen haben Sie keinerlei Beweise. Es gibt keinen einzigen Versuch, der die Klimasensitivität von C02 auch nur halb-quantitativ beweisen könnte. Das wissen Sie genau, da wir uns schon desöfteren unterhalten haben. Wir Menschen sind trotzdem beteiligt an einer Klimaerwärmung. Wärmeinseleffekt, der ist beweisbar und eindeutig anthropogen. Täglich werden in Deutschland 104 ha betoniert, Natur zerstört, Drainagen und Hunderte Kilometer Sickerschläuche in der Landschaft verlegt. Damit fließt das Regenwasser schneller ab, die Verdunstungskälte nimmt ab bzw. die Erwärmung zu. C02 bewirkt gar nichts. Die Betonierung der Landschaft ist der anthropogene Anteil an der Klimaerwärmung, deshalb bin ich aktiver Naturschützer.

  6. Josef Kowatsch
    3. August 2010 um 19:44

    Der Wärmeinseleffekt steigt ständig
    Der Wärmeinseleffekt ist keine konstante Größe einer Station. Auch wenn sich ihr Umfeld in den letzten 20 Jahren nicht verändert haben sollte, ist ihr WI-anteil trotzdem gestiegen. Beim Wärmeinseleffekt ist es gar nicht notwendig, dass Messstationen zunehmend in die Stadt verlegt werden müssen, die Stadt kommt vielmehr zur Messstation durch die ständige Ausuferung der Bebauung. Nicht nur Gebäude, sondern Straßen, Beleuchtungen, Heizungen, Kraftwerke, Industrie- und Gewerbegebiete breiten sich täglich aus.
    Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug der Flächenverbrauch in Deutschland zwischen 2005 und 2008 im Durchschnitt 104 ha pro Tag. In Baden-Württemberg beispielsweise im Jahr 2009 allein 7 ha pro Tag. Bei jedem neuen Bauwerk ist die Natur der Verlierer. Und der WI nimmt zu, weil weiträumige Wärmeinseln neu geschaffen werden.
    Völlig unberücksichtigt blieb bislang in der Betrachtung zum WI die enorme Trockenlegung der freien Landschaft in den letzen 50 Jahren durch Sickerungsgräben entlang der Straßen und Feldwege, durch Drainagen und zig-tausende Kilometer an (gelben) Sickerschläuchen. Dadurch fließt das Regenwasser schneller ab, die Verdunstungsrate der freien Landschaft und damit die Kühlung haben abgenommen und nehmen ständig weiter ab. Abnahme der Kühlung bedeutet umgekehrt ein Anstieg der Erwärmung. So steigt der Wärmeinseleffekt verursacht durch fast 7 Milliarden Menschen von Jahr zu Jahr an.
    Die Aussage des Deutschen Wetterdienstes Offenbach: Auch früher habe es den WI schon gegeben, deshalb kann man ihn unberücksichtigt lassen, ist somit nicht richtig. Es gab früher den WI, er war aber wesentlich kleiner. Bei jeder Klimastation vergrößert sich der Wärmeinseleffekt von Jahr zu Jahr. Vor allem in den Alpen macht sich der WI stark bemerkbar, denn dort ist in den letzten 50 Jahren der Eingriff in die Natur, verstärkt durch das Anschwellen der Touristenströme, am größten. Zudem steigt die Wärmluft der Täler nach oben und damit auch die Vegetationszonen. Das Abschmelzen der Gletscher ist trotz weltweitem Temperaturrückgang auch eine natürliche Folge des Wärmeinseleffektes.
    Der WI ist durch einfache Versuche beweisbar, ein C02-TE dagegen nicht.

  7. Josef Kowatsch
    3. August 2010 um 19:51

    Über die Gründung des Weltklimarates
    – Die Fälschung des Kyoto-Protokolles –
    In diesem Artikel unten beschreibt Prof. Dr. Hartmut Bachmann
    wie die Sache mit dem C02-Treibhausschwindel ausgedacht und eingefädelt wurde. Wie Kohlendioxid zum Giftgas wurde und wie der Mensch als der Schuldige hingestellt wurde.
    Hartmut Bachmann war durch seine damalige Funktion vor 25 Jahren Mitbegründer des Weltklimarates. Er beschreibt nun:
    Wie man sich untereinander abgesprochen hat, um die Politiker, Medien und Menschen zu täuschen.
    Bitte lesen:

    http://www.klima-ueberraschung.de/show.php?id=28

    oder etwas ausführlicher auf:

    http://hartgeld.com/filesadmin/pdf/Bachmann-Eiszeit_DasKyotoProtokoll.pdf

  8. Jochen Ebel
    4. August 2010 um 05:27

    Herr Kowatsch,
    Sie blenden einfach alle Fakten aus, die nicht zu Ihrer vorgefaßten Meinung passen.

    Ist es Zufall, daß die CO2-Säulendrücke bei Venus-, Erd- und Mars-Tropopause ähnlich sind, obwohl Mars und Venus fast reine CO2-Atmosphären sind, die Entfernungenvon der Sonne sehr unterschiedlich sind, die Gravitationen sehr unterschiedlich sind und die Erdatmosphäre noch andere Treibhausgase enthält? Ein bißchen viel Übereinstimmung für einen reinen Zufall! Sollte auch Zufall sein, daß der Säulendruck des CO2 an der Tropopause etwa konstant bleibt trotz CO2-Zunahme? Das ist natürlich kein Zufall, sondern die Höhe der Tropopause steigt so, daß zwar der Gesamtdruck der Luft abnimmt, aber der Teildruck (Säulendruck) des CO2 etwa konstant bleibt.

    Warum ist das so? Am stärksten ist das an der Infrarotstrahlung nach unten festzumachen. Aus dem Weltall kommt fast keine Infrarotstrahlung, aber die Treibhausgase emittieren, so daß nach unten die Intensität der Infrarotstrahlung ständig zunimmt. Durch die gleichzeitige Absorption der Infrarotstrahlung nimmt die Temperatur der Atmosphäre nach unten laufend immer schneller zu. Wird dabei die Temperaturzunahme zu schnell, wird die Luftschichtung instabil und eine Vertikalzirkulation setzt ein. Instabil bedeutet dabei analog einem Heißluftballon, der nur durch austariertes Heizen in einer bestimmten Höhe zu halten ist. Der Bereich der Atmosphäre mit Vertikalzirkulation wird Troposphäre genannt und dort ist wegen der Vertikalzirkulation die Temperaturänderung mit der Höhe im Mittel etwa konstant, darüber ist die Stratosphäre, wo die Luftschichtung stabil ist, d.h. kaum Vertikalzirkulation existiert und der Temperatugradient kleiner als in Troposphäre ist. Die Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre wird Tropopause genannt.

    Wenn mehr Treibhausgase in der Stratosphäre sind, erfolgt der Temperaturanstieg darin schneller und die Höhe der Tropopause steigt. Die genannten Fakten sind also kein Zufall.

    MfG

    PS: Die idealen Verhältnisse sind in der Realität etwas gestört – z.B. wird durch die UV-Strahlung der Sonne eine wärmere Ozonschicht produziert.

  9. Josef Kowatsch
    4. August 2010 um 07:54

    Lieber Herr Ebel:
    Die Treibhaustheorie mag richtig sein, sie hat aber folgenden Anfangsdenkfehler. Die Erwärmung der Lufthülle erfolgt in erster Linie nicht über Rückstrahlung,sondern über Bodenkontakt der Gasmoleküle, Aufnahme der Wärme und Weitertransport der Wärme durch Zirkulation und Konvektion. Gerade im Sommer können Sie diese Wärmeübertragung über einen heißen Straße gut beobachten. Damit hat Stickstoff den größten Anteil an der Erwärmung der Lufthülle, weil es das häufigste Luftmolekül ist. Das bißchen ppm-mehr C02 können sie vergessen. Es spielt bei diesem realistischen Erwärmungmodell keine Rolle.
    Also Treibhaustheorie meinetwegen richtig, kommt aber hier nicht zur Anwendung, deshalb abhaken.
    Der anthropogene Anteil an der Erwärmung der letzten 100 Jahre heißt Wärmeinseleffekt und nicht anthropogener Treibhauseffekt.

  10. Jochen Ebel
    4. August 2010 um 10:17

    Lieber Herr Kowatch:

    Sie haben den Treibhauseffekt noch immer nicht verstanden. Mit der Beobachtung der Erwärmung durch Bodenkontakt haben Sie Recht – aber Sie blenden wieder alle weiteren Zusammenhänge aus. Ohne Treibhausgase würde die ganze Lufthülle gleichmäßig warm, denn die einmal in die Atmosphäre eingetragene Wärme kann nicht wieder entweichen – da hat sogar Thieme Recht http://real-planet.eu/wspeicher.htm#Nachtrag (Planet 3).

    Dafür, daß die Erdoberfläche eine höhere Temperatur erreicht als ohne Treibhauseffekt, ist die Gegenstrahlung verantwortlich. Und mit der Vertikalzirkulation wird Wärme konvektiv und latent in die Atmosphäre eingetragen – wie Sie auch beobachtet haben. Diese Wärme wird in der Atmosphäre in die Strahlungsform gewandelt und kommt dann als Gegenstrahlung zurück bzw. entweicht ins Weltall.

    MfG

  11. Josef Kowatsch
    7. Oktober 2010 um 08:16

    Der deutsche Wetterdienst behauptet: Das Jahr 2009 war das 13.wärmste seit 1881 und der Sommer 2010 der 9.wärmste. das stimmt nur statistisch, nicht aber in der Realität. Die deutschen Wetterstationen haben alle eine zunehmenden Wärmeinseleffekt, zudem wurden viele in den letzten Jahren verstärkt in Wärmeinseln verlegt. Der WI ist ein Korrekturfaktor, der aber in keiner Station eingerechnet ist.
    Fazit: Diese Korrekturfaktor beträgt für die letzten 100 Jahre etwa 0,5 bis 1 Grad.
    Damit ist 2010 nach 10jähriger Abkühlung so warm/kalt wie vor 150 Jahren. Die Klimaerwärmung ist somit aufgebraucht. Mit C02 hat das ganze nichts zu tun.
    Der menschliche Anteil am Klima heißt nicht C02-TE, sondern Wärmeinseleffekt.

  12. A. Schweighart
    3. November 2010 um 13:01

    Sehr geehrte Herren!

    Mit interesse habe ich Ihre Beiträge gelesen und möchte nun ein paar Sachen anfügen.

    „Damit hat Stickstoff den größten Anteil an der Erwärmung der Lufthülle, weil es das häufigste Luftmolekül ist. Das bißchen ppm-mehr C02 können sie vergessen.“ (Hr. Kowatsch)
    Dem kann ich nur beipflichten. Wie jede/r in der Schule gelernt, jedoch wieder verdrängt hat, besteht die Atemluft aus 70%N2, 29%O2 und der Rest sind edelgase (davon ca 1%CO2). Dass der Klimawandel ein riesen Schwindel ist, denke ich ist nicht jedem bewusst. Jedoch dass es ein riesen Geschäft ist schon. Jedes Unternehmen welches stark Gewinn erwirtschaften will, ist gezwungen auf dieser „gehypten“ Klimaveränderungswelle mitzuschwimmen.

    Viele Forscher aus der ganzen Welt, sowie Staatsmänner/-frauen haben erkannt wie rentabel dieser Hype ist. Viele Diskussionen und vorallem „aufklärungen“ sind gestartet worden, wo der Prozentuelle CO2-Anteil der Luft gegen die aufnahmefähigkeit der Meere gestellt wurde. Für Otto-Normal-Verbraucher auch eine durchaus „schlüssige“, „nicht-zu-hinterfragende-da-von-Wissenschaftlern-entwickelte“ Gegenüberstellung. Meines erachtens nach jedoch nur ein Vorwand um weiter Geld aus der Bevölkerung zu „saugen“ um etwaige andere Projekte zu finanzieren. Wenn man schon einen passenden Vergleich haben will, sollte man anstelle der CO2-Verursachung der Menschheit eher die Aktivitäten der Sonne dem gegenüberstellen. Plötzlich wird die Rechnung auch für Wissenschaftler schlüssig.

    Weiters sollte angemerkt werden, dass die Menschheit im moment in einer sehr kalten Ähra der Erde lebt. Das Mittelalter war im Schnitt um bis zu 4°C Wärmer (Mittel!) als es jetzt ist. In vergangenen Jahrtausenden (vCr) sogar um 8-12°C. Wenn dies alles beachtet wird, wird klar wie sinnlos dieser Hype ist.

    Etwas gutes hat es trotzdem:
    1.) Regenerative Energien werden forciert,
    2.) LuftVERSCHMUTZUNG wird reduiert
    3.) eine Art des Bewusstseins für sparsamen Ressourcenumgang wird in der Bevölkerung geschaffen (nur leider noch nicht durchgeführt bzw. falsch)

    Die Untermauerungen mit „…Sie haben den Treibhauseffekt nicht verstanden!“ ist in diesem Fall fehl am Platz, da die Erwärmung der Erde (falls vorhanden) direkt Proportional mit der Sonnenaktivität korreliert. Ich bin weder Astronom noch Klimaforscher oder kenne mich mit Atmosphärischen zusammensetzungen anderer Planeten aus, jedoch bin ich jemand der seine Augen offen hält um zu Sehen und zu Hinterfragen. Kyoto und der Klimawandel – eine Geldbeschaffungslüge.

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