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Globale Abkühlung durch weniger Wasserdampf?

Seit einigen Jahren stagnieren die globalen Durchschnittstemperaturen oder gehen sogar leicht zurück trotz steigender industrieller Treibhausgasemissionen, darunter vor allem CO2. Immer häufiger ist von einer Pause bei der globalen Erwärmung die Rede. Die Klimaskeptiker sehen in der derzeitigen Abkühlung bei gleichzeitig zunehmendem CO2-Gehalt der Atmosphäre den Beweis für ihre Behauptung, daß die Sonne der alles entscheidende Motor für den Klimawandel ist. Den Einfluss der Treibhausgase auf das Klima halten sie dagegen für relativ unbedeutend.

Globale Durchschnittstemperatur und CO2. Trotz weiter ansteigendem CO2 sinken die globalen Temperaturen in den letzten Jahren anscheinend wieder etwas. Quelle: http://www.climate4you.com/

Tatsächlich ist die Sonnenaktivität seit 2003 deutlich zurückgegangen und verharrt seitdem auf einem ungewöhnlich niedrigem Niveau. Im letzten Jahr erschienen über Monate hinweg praktisch überhaupt keine Sonnenflecken mehr. Auch danach haben sich bis heute nur einige wenige gebildet. Hinter vorgehaltener Hand wird bereits über ein neues Maunder-Minimum spekuliert. Diese Periode stark verringerter Sonnenfleckenaktivität in den Jahren zwischen 1645 und 1715 war für die bis zum Ende des 18.Jahrhunderts währende „Kleine Eiszeit“ verantwortlich in der sich ausgesprochen kalte Winter und kühle Sommer einander abwechselten. Immer wieder gab es Mißernten und Hungersnöte. Das Maunder Sonnenflecken-Minimum ist nach dem englischen Astronom Edward Walter Maunder benannt, dem als Erster im Nachhinein die geringe Anzahl der Sonnenflecken in jenem Zeitraum auffiel.

Die dem  IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change,Weltklimarat) nahestehenden Klimaforscher bestreiten zumeist , daß es derzeit  überhaupt eine Abkühlung gibt  und sprechen von Zufallsschwankungen bei einem nach wie vor nach oben weisenden Trend bei den globalen Durchschnittstemperaturen. Stellvertretend für diese Ansicht sei Prof. Stefan Rahmsdorf  genannt, Ozeanograph am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und einer der Leitautoren des letzten, 2007 veröffentlichten Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC). Es gibt aber auch Klimaforscher, die eine vorübergehende Abkühlung anerkennen. Dazu zählt Prof. Mojib Latif, Meteorologe und Ozeanograph am Institut für Meereskunde in Kiel (IFM Geomar). Latif geht von einer vorübergehenden Abschwächung der Abschwächung der “Meridional Overturning Circulation” (MOC)im Nordatlantik aus (vgl. http://www.nature.com/). Meridional Overturning Circulation steht für meridionale Umwälzbewegung des Meerwassers (entlang der Längengrade in Nord-Süd-Richtung, also meridional) erfolgt. Die MOC im Nordatlantik entspricht weitestgehend dem Golf- bzw. Nordatlantikstrom und wird durch Winde, aber auch durch Unterschiede in der Temperatur- und Salzkonzentration (und damit auch in der Dichte des Wassers) zwischen den nördlichen und südlichen Regionen des Nordatlantik (thermohaline Zirkulation; von griechisch thermos für Wärme und halas für Salz)angetrieben. Die von der MOC erwärmte milde und feuchte Meeresluft gelangt mit den in mittleren Breiten vorherrschenden Westwinden und den sich in der Luftströmung ab einer kritischen Strömungsgeschwindigkeit bildenden Tiefdruckwirbeln nach Europa und sorgt dort vor allem im Winter für deutlich höhere Temperaturen als sie sich normalerweise aus der geographischen Lage ergeben würden. Bei einer Abschwächung der MOC wird es dann natürlich dementsprechend kälter.

Eine Gruppe von Klimaforschern  der  US-amerikanischen National Atmospheric and Oceanic Administration (NOAA) unter der Leitung der renomierten Atmosphärenchemikerin Susan Salomon ist nun auf eine weitere mögliche Ursache für die derzeitige Abkühlung gestossen. Die Wissenschaftler fanden bei der Auswertung von Datenmatrial aus Messungen durch Satelliten und Wetterballons heraus, daß der Wasserdampfgehalt der Stratosphäre seit dem Jahre 2000 um immerhin 10% abgenommen hat.

Dr. Susan Salomon, Klimaforscherin am Earth System Research Laboratory (http://www.esrl.noaa.gov/ ). Quelle: NOAA

Wasserdampf ist ein wesentlich stärkeres Treibhausgas als CO2 und für einen Großteil des natürlichen Treibhauseffektes der Erde verantwortlich. Die Stratosphäre ist die nächsthöhere Atmosphärenschicht oberhalb der Troposphäre in welcher sich das Wetter hauptsächlich abspielt. Die Stratosphäre enthält erhebliche Mengen Ozon, das die für das Leben auf der Erde gefährlichen Anteile der von der Sonne eintreffenden Ultraviolettstrahlung (UV) absorbiert. Dadurch erwärmt sich die Stratosphäre deutlich gegenüber der oberen Troposphäre, so daß es an der Grenze zwischen den beiden Atmosphärenschichten (Tropopause) zu einer Temperaturinversion kommt.

Die Stratosphäre ist im Gegensatz zur Tropsphäre sehr trocken, da die Temperaturinversion eine Wolkenbildung bis in die Stratosphäre unterbindet. Wolken bilden ja nur, wenn erwärmte, feuchte Luft aufsteigt und abkühlt. Bei Erreichen des Kondensationsniveaus entstehen an Kondensationskeimen (Minerale, Staub- und Rußteilchen, Sulfataerosole) winzige Wassertröpfchen, die zusammen die Wolke bilden. Die dabei freigesetzte Kondensationswärme (latente Wärme)gibt der aufsteigenden Luft zusätzlichen Auftrieb und verstärkt wiederum die Wolkenbildung. In größeren Höhen besteht die Wolke nicht mehr aus Wassertröpfchen sondern aus Eiskristallen (Cirren). Trifft die aufsteigende Luft auf eine Temperaturinversion, so wirkt diese als Sperrschicht, da der Temperaturunterschied zwischen aufsteigender Luft und Umgebungsluft verschwindet oder sich sogar umkehrt. Nur die allerstärksten Quellwolken, wie sie sich vor allem in der Innertropischen Konvergenzone  (ITCZ) oder in tropischen Wirbelstürmen  bilden (manchmal aber auch in außertropischen Tiefdruckwirbeln) können, sind mitunter in der Lage mit ihrer eisigen Oberseite (Cloud-Top) die Tropopause zu durchbrechen (Overshooting Cloud-Tops) und die Stratosphäre ein wenig anzufeuchten. 

Je mehr Wasserdampf in die Stratosphäre gelangt, umso stärker der Treibhauseffekt, desto mehr erwärmt sich also die darunter liegende Troposphäre und umgekehrt.

Der gemessene Rückgang des Wasserdampfs in der Stratosphäre seit dem Jahre 2000 wirkt demzufolge tendenziell abkühlend auf die Troposphäre und hat nach den Berechnungen der Wissenschaftler die globale Erwärmung um etwa 1/4 gebremst. In den 1980er und 1990er Jahren hatte der Wasserdampfgehalt der Stratosphäre dagegen deutlich zugenommen und die globale Erwärmung erheblich (um bis zu 30%) beschleunigt.

Die Ursache für den Anstieg und anschließenden Rückgang des Wasserdampfs in der Stratosphäre sei noch nicht bekannt, so die Wissenschaftler. Vermutet wird aber ein verringerter Wasserdampfeintrag im Zusammenhang mit der tropischen Hadley- und Brewer-Dobson-Zirkulation. Das könnte in etwas so funktionieren: Eine verstärkte Sonneneinstrahlung führt beispielsweise zu einer erhöhten Wasserverdunstung, vor allem in den wolkenarmen Subtropen.Die zusätzlich angefeuchtete Luft gelangt mit den Passatwinden in die Innertropische Konvergenzzone (ITCZ) und sorgt dort über eine vermehrte Zufuhr latenter Wärme für eine verstärkte tropische Konvektion und Wolkenbildung. Die gesamte Hadley-Zirkulation wird angekurbelt und damit auch die Passatwinde und die Absinkbewegung der Luftmassen in den Subtropen. Dadurch entstehen noch weniger Wolken in den Subtropen usw. usf.. Eine schöne positive Rückkopplung also! Infolge der verstärkten Konvektion über den Tropen gelangt automatisch auch mehr Wasserdampf in die Stratosphäre. Bei einer abgeschwächten Sonneneinstrahlung läuft alles genau umgekehrt.

Im Bereich der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ) kommt es im Rahmen der Hadley-Zirkulation, begünstigt durch die hohe Luftfeuchtigkeit in den Tropen, zu einer verstärkten Wolkenbildung. Die aus Eiskristallen bestehenden Cloud-Tops (Cirrenschirme) der stärksten Quellwolken können zuweilen in die Stratosphäre durchbrechen Overshooting Cloud-Tops). Die Eiskristalle verdampfen und befeuchten die Stratosphäre. Die Cirrenschirme reflektieren das Sonnenlicht und wirken dadurch tagsüber abkühlend. Andererseits lässt die starke Bewölkung über der ITCZ (zusammen mit dem Wasserdampf) auch nur relativ wenig Infrarotstrahlung des von der Sonne erwärmten Erdboden in den Weltraum entweichen, so daß in der Nacht die Temperaturen kaum absinken. Die Hadley-Zirkulation treibt ihrerseits die Brewer-Dobson-Zirkulation an, welche den stratosphärischen Wasserdampf (und das Ozon!) von den Tropen in höhere Breiten transportiert. Wasserdampf ist ein starkes Treibhausgas und erwärmt mit seiner infraroten Gegenstrahlung die Troposphäre. Quelle: NOAA

Denkbar erscheint eine natürliche Variabilität im Wassergehalt der Stratosphäre, aber vielleicht auch ein negativer Feedback-Mechanismus:

Eine natürliche Variabilität des Wasserdampfgehaltes in der Stratosphäre könnte meines Erachtens direkt auf der schwankenden Sonnenaktivität  beruhen. Eine geringere Sonneneinstrahlung geht mit einer verminderten Wasserverdunstung und weil dadurch weniger latente Wärme zur Verfügung steht, auch mit einer schwächeren Hadley-Zirkulation einher. Die Wasserdampfzufuhr in die Stratosphäre nimmt ab und damit auch der erwärmende Treibhauseffekt. Bei einer stärkeren Sonneneinstrahlung verhält es sich natürlich genau umgekehrt. Tatsächlich war die  Sonnenaktivität in den 1980ern und 1990ern auf einem recht hohen Niveau und ging danach erst allmählich, seit 2003 aber sehr deutlich zurück. Die Sonne könnte also auch über den Wasserdampf in der Stratosphäre das Klima erheblich beeinflussen, eine natürliche Variabilität, die den anhaltenden treibhausgasbedingten Aufwärtstrend der globalen Durchschnittstemperaturen nicht aufhebt, sondern lediglich überlagert.

Denkbar erscheint aber auch ein negativer Feedback-Mechanismus. Die globale Erwärmung durch die andauernden Treibhausgasemissionen ging mit einer allgemein erhöhten Verdunstungsrate einher. Der zusätzliche Wasserdampf in der Troposphäre, so berechnen es die Klimamodelle und so wurde es auch durch Messungen bestätigt (http://www.sciencedaily.com/releases/2005/11/051109091359.htm), verstärkt den relativ geringen Treibhauseffekt durch das zusätzliche CO2 ganz erheblich (Wasserdampfverstärkung).

Richard Lindzen, Professor der Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) verweist nun aber zu Recht auf die Tatsache, daß die Luftfeuchtigkeit in der Troposphäre genau dort am höchsten ist, wo sich auch die meisten Wolken bilden. Wolken sind also die Hauptquellen der Luftfeuchtigkeit. Das hat nach Lindzen einschneidende Konsequenzen, denn Regentropfen in einer aufquellenden Wolke wachsen umso schneller, je mehr Luftfeuchtigkeit zur Verfügung steht. Überschreiten die Tropfen jedoch ein kritisches Gewicht, so können sie nicht mehr von den konvektiven Aufwinden innerhalb der Quellwolke in grössere Höhen getragen werden, um zu Eiskristallen zu gefrieren und als Material für die hohen Cirrenschirme zu dienen.

Riesige Quellwolke (Cumulonimbus) über Afrika mit Cirrenschirm und Overshooting-Cloudtop. Quelle: ISS, NASA

Weniger Cirruswolken wirken aber abkühlend, da sie im Gegensatz zu tiefen Wolken einen geringeren Anteil des Sonnenlichtes reflektieren, aber die Infrarotabstrahlung des Erdbodens sehr effektiv abblocken, somit insgesamt also eine erwärmende Wirkung haben. Diesen Effekt konnte Lindzen anhand von Satellitenbildern der Tropen tatsächlich nachweisen. Nahmen die Wassertemperaturen und damit auch die Luftfeuchtigkeit etwa infolge verstärkter Sonneneinstrahlung zu, so nahm der Anteil der hohen Eiswolken (Cirrenschirme) im Verhältnis zu den sie hervorbringenden tieferen Wolken ab. Dadurch gingen die hohen Wassertemperaturen wieder zurück. Lindzen verglich den Effekt mit dem Verhalten einer Irisblende, die sich bei zunehmendem Lichteinfall immer weiter schliesst und so eine Überbelichtung verhindert (Iris-Effekt).

Der Iris-Effekt nach Lindzen hat aber womöglich auch Auswirkungen auf den Treibhauseffekt der Stratosphäre, denn eine verminderte Bildung von Cirrenschirmen bei den hohen Quellwolken der Tropen läuft auf einen verringerten Wasserdampfeintrag in die Stratosphäre hinaus (s.o.).

Das wäre dann aber ein zusätzlicher, sehr effektiver negativer Feedback-Mechanismus, der die globale Erwärmung bis zu einem gewissen Grade abmildern könnte.

Jens Christian Heuer

Quellen: http://www.noaanews.noaa.gov/, http://physicsworld.com/cws/article/news/

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Kategorien:Klimawandel
  1. Josef Kowatsch
    13. April 2010 um 19:08

    Danke, Herr Heuer für Ihre guten Artikel, wo Sie stets ausgewogen berichten.
    Die Zahl der Klimawissenschaftler bröckelt in der Tat, die allein dem anthropogenen C02 als alleinigem Faktor für das Klima die Schuld geben. Solange es rauf geht wie von 1976 bis 2000, haut die C02TE-theorie hin. Versuchsbeweise konnte sie eh noch nie erbringen.
    Nicht erkären kann die C02-Theorie den nun einsetzenden Temperaturrückgang seit 10 Jahren, den bitter kalten Winter und natürlich auch nicht die fast 2000 Jahre währende Warmzeit von den Römern bis ins Mittelalter hinein. Auf diese Punkte angesprochen, negieren die C02-Gläubigen, die ich auch Treibhäusler nenne, diese Tatsachen. Sie erwähnen auch nie, dass Europa bis 1850 im Würgegriff einer kleinen Eiszeit lag mit all den Hungersnöten, Bevölkerungsrückgang, Bauernaufständen, Revolten und Revolutionen.
    Gott sei Dank wurde es wieder wärmer, denn diese Kleine Eiszeit war die Klimakatastrophe.

  2. Josef Kowatsch
    13. April 2010 um 19:14

    In der GEO-Ausgabe 04/April 2010 ist ein interessanter Aufatz mit dem Titel:
    „Neues vom Scheiterhaufen“ von dem Historiker Fred Langer erschienen.

    Dieser Aufsatz von Fred Langer ist sehr lesenswert, da er aufzeigt, wie Gesellschaften sich in Krisenzeiten verhalten. Bei Schäden, die durch Klimaveränderungen hervorgerufen werden, werden unbedingt menschliche Aktivitäten dahinter vermutet und deren Bestrafung gefordert. Zu heute hat sich nicht viel geändert. Am Ende der mittelalterlichen Warmzeit waren immerhin greifbare Schäden vorhanden, die man versuchte, damaligen Menschen anzulasten. Einzelne mussten als Sündenbock herhalten.
    Hier zwei Absätze aus dem Aufsatz
    Seite 69 rechts-oben
    …..Als weiterer wichtiger Faktor, der den Ausbruch von Hexenjagden begünstigt, gilt in der neueren Forschung der Klimawandel. Im frühen 15. Jahrhundert litten die Menschen unter extrem frostigen Wintern und verregneten Sommern – Vorboten der ,,Kleinen Eiszeit“, die den Kontinent fast 500 Jahre lang beherrschen wird. Zu jener Zeit beginnen die organisierten Hexenjagden, spätere Verfolgungswellen folgen eng den Kälteschüben des rauer werdenden Klimas.
    Dass ausgerechnet die Täler der Westalpen Schauplatz der grauenvollen Ouvertüre sind, gilt als Beleg für die Klima-These: In Gebirgsregionen wirken sich die Temperaturstürze früh und besonders heftig aus. Ebenso im hohen Norden: Um 1410 trifft eine letzte Nachricht von der untergehenden Hauptsiedlung im Süden Grönlands ein. Sie meldet die Verbrennung eines Zauberers.
    Um 1560 beginnt die Kernphase der Kleinen Eiszeit. Nach Missernten schießen die Getreidepreise in die Höhe, soziale Gegensätze brechen auf, Hunger und Epidemien grassieren. Zeitgleich flammt der Fanatismus wieder auf – vom lutherischen Norwegen bis zum katholischen Sizilien brennen die Scheiterhaufen.
    Anfang des 17. Jahrhunderts kriechen die Alpengletscher zu Tal, die Eisströme zerstören ganze Siedlungen. Der Bodensee friert zu, der Rhein erstarrt zu Eis. Der Wein gefriert im Keller, das Vieh stirbt im Stall, das Wild in den Wäldern. Wölfe dringen in die Dorfer ein, Schneeschmelze und Regengüsse lösen Erdrutsche aus. Der Bürgermeister von Zeil, einem Ort auf Bamberger Herschaftsgebiet, schreibt im Jahre 1616 in sein Tagebuch: ,,Kein Grün ist gewachsen und das Getreide erfroren. In diesem Jahr hat man angefangen, Hexen und Unholde einzufangen.“
    Seite 72 rechts-oben
    Mit Mandat vom 12. Juni 1631 befiehlt der Reichshofrat dem Bamberger Fürstbischof, sämtliche wegen Hexerei inhaftierten Personen freizulassen. In ihrer Begründung stützen sich die kaiserlichen Beamten auf die Constitutio Criminalis Carolina und verweisen auf den offensichtlichen Mangel an Beweisen. Außerdem verbieten sie den Hexenkommissaren, die Güter Verurteilter zu konfiszieren. Damit ist den Verfolgungen die finanzielle Grundlage entzogen. In Bamberg wird nie wieder ein Mensch wegen Hexerei eingekerkert werden .
    Im Westen Europas ebben die Verfolgungen schon um 1600 endgültig ab, wohl auch, weil hier das atlantische und mediterrane Klima die Folgen der Kleinen Eiszeit mildert. In Mitteleuropa jedoch steigt die Intensitat parallel zu neuen Kälteeinbrüchen noch einmal an in den Jahren 1660 bis 1670. Erneut schreitet die Zentralgewalt ein: Der Kaiser lässt etwa den Grafen von Hohenems und Vaduz, einen besonders fanatischen Hexenverfolger, enteignen und lebenslang inhaftieren…..
    Obwohl die Kleine Eiszeit noch bis 1850 andauerte, hat man keine Sündenböcke mehr in Form von Hexen oder Zauberern verbrannt. Man sah diese Klimakatastrophe eher als eine allgemeine Strafte Gottes für ein lasterhaftes Leben aller.

  3. Josef Kowatsch
    13. April 2010 um 19:26

    Die Anzahl der Treibhausforscher, die den Klimawandel allein auf das anthropogene C02 zurückführen,-ich nenne sie Treibhäusler- nimmt ständig ab. Die meisten Forscher sind zu Klimarealisten geworden, bei denen C02 nur noch ein Faktor von vielen für die ständigen Klimaänderungen der Erde sind.
    Die Treibhäusler fallen auf, durch Fälschungen und Katastrophenmeldungen. Hier einige Beispiele.

    Ich darf den Treibhäusler,Professor Stephan Schneider, Stanford Universität/USA und Verfasser einiger IPCC-Kapitel [IPCC=Weltklimarat] zitieren:
    „.. Um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erringen, müssen wir ERSCHRECKENDE SZENARIEN ENTWERFEN und mit vereinfachten und dramatischen Stellungnahmen in die Öffentlichkeit gehen. Eventuelle Zweifel sollten wir nur am Rande erwähnen. Jeder [Klimaforscher] von uns muss die richtige Balance dazwischen finden, effektiv zu sein und ehrlich zu sein…“

    Hier einige der effektiven, unehrlichen Aussagen:

    1) Das Wort Klimakatastrophe: So etwas gibt es nicht. Die Temperaturen gehen, gesteuert von der Sonne und anderen natürlichen Faktoren immer wieder rauf und runter.

    2) Es wird verschwiegen: Im Mittelalter war es etwa 2 Grad wärmer als heute, während der kleinen Eiszeit zwischen 1500 und 1850 war es etwa 2 Grad kälter als heute. Wir kommen aus der kleinen Eiszeit und freuen uns, dass es wärmer wurde.

    3) Die Erde stirbt den Hitzetod. Richtig ist: Die Erde stirbt niemals im Jahre 2100 den Hitzetod. Die Temperaturen stiegen von 1976 bis zum Jahre 2000 um etwa 1,5 Grad in Deutschland. Seit 9 Jahren gehen die Temperaturen wieder zurück.

    4) Auch für die letzten 9 Jahre lügen die Katastrophentrommler ein weiteres Ansteigen der Temperaturen vor, weil sie einst 0,8 Grad Erhöhung vorausberechnet hatten. Zitat: „Deutschland wird sich von den Wintern verabschieden müssen“. Tatsächlich aber sind die Temperaturen in den letzten 9 Jahren um 0,7 Grad gefallen sind, anstatt 0,8 Grad zu steigen-, obwohl weiter C02 ausgestoßen wurde. Der jetzige Winter 09/10 lag in Deutschland sogar um 1,5 Grad unter dem langjährigen Schnitt des letzten Jahrhunderts. Nur Prof. Latif, deutsches Mitglied im Weltklimarat, hat den Temperaturrückgang eingestanden und sogar vorhergesagt, dass die Abkühlung andauern wird.

    5) Die Treibhäusler behaupten, dass das Eis der beiden Pole immer weiter abschmilzt und im Jahre 2030 bis 2050 alles eisfrei sein wird. Tatsache ist: Das Poleis nimmt momentan an beiden Polen zu und nicht mehr ab.

    6) Die Eisbären müssen sterben, wenn das Poleis schmilzt. Richtig ist: Der Eisbär lebt nicht vom Eis, sondern von dem, was er im aufgetauten Wasser jagen kann. Je größer die Eisfläche wird, desto geringer wird sein Nahrungsangebot. Auch die naturgeprägte Kultur der Inuit ist nicht hochgradig bedroht, wenn das Eis schmilzt, sondern vielmehr, wenn das Eis sich ausdehnt. Denn damit gefrieren ihre Jagdgründe wieder zu.

    7) Falsch: Der Meeresspiegel steigt zwischen 7 und 50 m. Das wurde vor 35 Jahren von Katastrophentrommlern vorhergesagt. Tatsache ist: In dieser zurückliegenden Zeit ist der Meeresspiegel nur unwesentlich gestiegen. Man kann in allen deutschen Hafenstädten und in Amsterdam nachfragen. Im warmen Mittelalter lag Holland auch nicht unter Wasser. Es gibt aber Orte auf der Erde –wie Venedig- die absinken. Das ist aber kein Meeresspiegelanstieg.

    8) Das ist ein Betrug: Um C02 zu zeigen, präsentiert das Fernsehen qualmende Schornsteine. C02 ist ein farbloses, nicht sichtbares Gas. Je sauberer eine Verbrennung ist, desto mehr C02 enthalten die Abgase. Der Qualm aus den Schornsteinen sind giftiger Feinstaub, nicht C02.

    9) Falsch: Kohlendioxid, C02, ist ein giftiges bzw. gefährliches Gas. Richtig ist: C02 ist ein lebensnotwendiges Gas, ohne C02 wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben ist auf Kohlenstoff aufgebaut und C02 ist das Transportmittel für das Leben. Die Bäume und Pflanzen benötigen C02 zum Leben und stellen daraus Sauerstoff, Stärke und weitere Nährstoffe her. C02 lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen und macht die Wüsten grüner, weil es Wasser bindet und mitführt. Die Erde braucht mehr C02 und nicht weniger.

    10) Falsch: Bei einer Verdopplung des C02-anteiles in der Luft von derzeit 0,035% auf 0,07% steigen die Temperaturen zwischen 2,5 bis 7 Grad.
    Richtig: Dieser Anstieg ist nur eine Computermodellrechnung. Er kann bisher durch keinen wissenschaftlichen Versuch bestätigt werden. Der immer wieder behauptete Hitzetod der Erde durch menschliches C02 fehlt der Versuchsbeweis.

    11)Falsch: Die Naturkatastrophen und Orkane nehmen zu bei einer Klimaerwärmung. Ursache der Orkane ist der Temperaturunterschied zwischen Äquator und der Polarregion. Deshalb treten starke Stürme auch nur im Winter auf, weil der Äquatorbereich gleich bleibt, der Pol jedoch abkühlt. Bei einer Erwärmung der Erde verringert sich dieser Unterschied, weil die Polarregion sich stärker erwärmen als der Äquator, sagt sogar der Weltklimarat. Damit geht der Antriebsmotor für die Orkane und Winterstürme verloren.

  4. 15. April 2010 um 21:36

    Das Thema sollte bei Gelegenheit erweitert werden um die Frage ob es auf der Erde auch kälter wird bei wenigen Wasserdampf in der Troposphäre. Grund dafür ist der neue Beitrag „Kalte Winter und El Nino“ auf WETTERJOURNAL (April 2010), wo der erste Kriegswinter 1939/40 als im wesentlichen einem El Nino Ereignis zugeschrieben wird (durch Brünnimann/Nature/2004). Tatsächlich kam es im Herbst zu starken Regenergüssen (in Kalifornien (Sept) und Westeuropa (Sept-Nov)), die man jedenfalls zum Teil militärischen Auseinandersetzungen zuschreiben kann und unmittelbar danach zu sehr ‚trockener Luft’, in den USA über die Monate Oktober, November und Dezember, was ‚naturgemäß’ zu einem sehr kalten Dezember und Januar dort, und einem insgesamt sehr kalten Winter in Europa führte. In Kapitel B, http://www.seatraining.de/B/B.html (S. 76f, „Gewaltige Kräfte“ wird dazu unter „(7) USA ausgetrocknet” ausgeführt:
    Es wurde bereits erwähnt, dass gleich nach Kriegsbeginn extreme Regenmengen entlang des Rheins die Menschen drei Monate lang in Atem hielten. Von Basel, über Paris, Amsterdam und London bis Berlin fiel mehr als das dreifache der monatlichen Durchschnittsmenge. In anderen Regionen Mitteleuropas wurde immerhin noch mehr als das doppelte registriert. Was diesen Vorgang erst richtig spannend macht, ist die Tatsache, dass auf der anderen Seite des Globus etwas völlig anderes geschah – nur zeitlich um etwa einen Monat verschoben.
    In den USA fielen im späten Herbst 1939 folgende Regen-Mengen: Oktober 78%, November 44% und Dezember 71%. Die New York Times berichtete am 7 Januar 1940, dass der November wegen seiner sehr trockenen Luft ungewöhnlich gewesen sei. Dazu stellte das US Wetteramt fest, dass es östlich der Rocky Mountains der trockenste Herbst, bezogen auf die Gesamtregion gewesen sei. Nach drei sehr trockenen Monaten stand das Tor für polare Luft weit offen, und im Januar 1940 setzte eine eisige Winterperiode in den USA ein.” Dazu schrieb Richard Scherhag in Annalen der Met. /1951 u.a. „Der kalte Winter 1939/40 war durch eine die ganze Erde umfassende allgemeine Störung der atmosphärischen Zirkulation bedingt“. Was den Extremwinter 1939/40 in Europa bewirkt hat ist noch lange nicht geklärt.

  5. alkowow
    26. Juni 2010 um 15:13

    Der einfluss des CO2 wird bislang vor allem qualitativ beachtet. Vesucht man eine quantitative Abschätzung, die auch vorstellbar und nachvollziehbar ist, könnte man diese Fakten benutzen:
    Im langen räumlichen und zeitlichen Mittel enthält die Troposphäre zwischen 10 und 20 000 ppm H2O, das im gesamjten IR Bereicht absorbiert, sie enthält dagegen 400 ppm CO2, das in wenigen IR Banden absorbiert und von denen etwa 6 anthropogen sind. Das Verhältnis H2O zu CO2 gibt den 6 ppm CO2 also kaum eine Chance, am sogenannten und lebensnotwendigen Treibhauseffekt etwas auszurichten. Zudem sollte man beachten, dass bei der Bildung con 44 Einheiten CO2 32 Einheiten O2 der Atmosphäre entzogen werden, aber der Sauerstoffgehalt änderte sich nicht messbar.
    Man kann auch einen Vergleich, der von Mensch und Natur umgesetzten Energien heranziehen. Z.B. setzt ein einziger tropischer Wirbelsturm in den wenigen Tagen seines Bestehens die energie um, die dem Verbrauch an elektrischer Energie der Menschheit eines ganzen Jahres entspricht. Oder, jedem Gewitter wohnt etwa die endergie inne, die der der ersten Atombombe gleicht, oder, man müsste 110000 AKW betreiben um die Wärmemenge zu erzeugen, die der Golfstrom mit sich führt.
    Aus solchen Fakten kann sich ein nachdenklicher Zweifler sehr leicht ein ziemlich zuverlässiges Urteil über den Einfluss des CO2 machen.

  1. 21. Juni 2010 um 11:48

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