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Archive for Juni 2009

Langfristige Vorhersage des Winterwetters?

Ein neues Wettervorhersagemodell ist offenbar in der Lage aus den Wetterbedingungen im Herbst vorherzusagen, ob der darauffolgende Winter kalt wird oder eher milde ausfällt.

Das neue Modell mit dem Namen sCast dient der saisonalen Langfristwettervorhersage  und wurde von dem US-amerikanischen Meteorologen Judah Cohen und seinen Kollegen bei dem privaten Wetterdienst und Klimaforschungsunternehmen Athmospheric Environmental Research Inc.(AER, http://www.aer.com/) in Lexington Massachusetts entwickelt. sCast nimmt als Ausgangspunkt ihrer Vorhersage die Schneebedeckung von Sibirien im Herbst.

Fällt im Oktober überdurchschnittlich viel Schnee, so sorgt die entsprechend ausgedehnte Schneedecke für besonders tiefe bodennahe Temperaturen. Das sich in dieser zeit aufbauende Kältehoch über Sibirien gewinnt dann überdurchschnittlich an Stärke. Das sibirische Kältehoch blockiert den von Westen nach Osten gerichteten troposphärischen Jetstream, der dann stark mäandert (Rossby-Wellen) und zwingt so die von ihm mitgeführten Tiefdruckwirbel zu grossen Umwegen. Die Zirkulation wird dadurch ausgesprochen meridional. Die Rossby-Wellen pflanzen sich nach oben hin zur Stratosphäre fort und versetzten den zum Polarwirbel gehörenden stratosphärischen Jetstream in Schwingungen. Die Windgeschwindigkeiten gehen immer weiter zurück bis rund 3 Monaten der Stratosphärenjet so instabil wird, dass Warmluft in die Stratosphäre über der Polarregion vorstossen kann. Diese Stratosphärenerwärmung (major warming) findet  also im Januar des Folgejahres statt und führt zum Zusammenbruch des Polarwirbels, der sich dann in zwei Wirbel aufspaltet (Polarwirbelsplit). Damit fällt ein wichtiger Antriebsmotor für den troposphärischen Jetstream aus, so dass er zunehmend mäandert, seine Windgeschwindigkeiten sinken und er sich weiter nach Süden verlagert.

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Der dem Wettervorhersagemodell sCast zugrundeliegende Mechanismus. Erklärungen im Text. Quelle: http://www.nsf.gov/news/

Die somit vorherrschende meridionale Zirkulation begünstigt Kaltluftausbrüche (Tröge und Kaltlufttropfen) gen Süden. In den betroffenen Regionen (Europa, Asien, östliches Nordamerika) gibt es dann einen kalten Winter. In einigen Gegenden der nördlichen Breiten fallen die Winter aber durch die im Gegenzug nach Norden vorstossende Warmluft relativ mild aus.

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Beispiel einer gelungenen Vorhersage durch sCast. Quelle: Judah Cohen, http://www.aer.com/

Das Modell sCast hat sich schon bei immerhin 7(!) langfristigen Winnterwettervorhersagen und auch bei der Auswertung von 33 (!) Simulationen von Wintern der Vergangenheit bewährt.

Anhang 1 : Dynamische Hoch- und Tiefdruckgebiete

In den mittleren Breiten der Nordhalbkugel (und der Südhalbkugel) treffen (sub)tropische Warmluft und polare Kaltluft  direkt aufeinander. Der Temperaturgradient zwischen beiden Luftmassen erzeugt auch einen mit zunehmender Höhe immer mehr anwachsenden Druckgradienten, da warme Luft sich (vertikal) mehr ausdehnt als kalte Luft, Daraus resultiert ein polwärts gerichteter Höhenwind, der unter dem Einfluss der Erdrotation  zu einem Westwind abgelenkt wird und sich bis zum Boden hin durchsetzt. In der oberen Troposphäre bildet sich wegen des hier besonders hohen Druckgradienten ein Starkwindband, der  troposphärische Jetstream, der ab einer kritischen Geschwindigkeit zu mäandern beginnt (Rossby-Wellen). In den Wellentälern (Höhentrögen) wird polare Kaltluft äquatorwärts, in den Wellenbergen (Hochkeilen, Rücken) tropische Warmluft polwärts transportiert (meridionaler Transport).

Mit den bei wachsenden Windgeschwindigkeiten immer häufiger auftretenden Turbulenzen entwickeln sich (unter der Einwirkung der Erdrotation) aufwärtsgerichtete dynamische Tiefdruckwirbel (Cyclonen) und abwärtsgerichtete dynamische Hochdruckwirbel (Anticyclonen). Innerhalb der Cyclonen wird die Luft gehoben und kühlt dabei ab, so dass sich bei ausreichender Luftfeuchtigkeit viele Wolken bilden können (Schlechtwetter). Bei den Anticyclonen verhält es sich genau umgekehrt (Schönwetter).

Beide Druckgebilde verwirbeln tropische Warmluft und polare Kaltluft miteinander. Die Cyclonen bewegen sich mit der Höhenströmung in Richtung Osten und sorgen unter ihren Zugbahnen (zusammen mit Zwischenhochs) für ein mildes, aber auch wechselhaftes Wetter. 

Bei einem sehr stark mäandernden Jetstream bricht die Höhenströmung oft teilweise zusammen, so dass sich cyclonale und anticyclonale Wirbel abspalten können (Cut Off). Später erneuert sich die Höhenströmung aber polwärts wieder.

Es verhält sich bei dem Jetstream und seinen Wirbeln so ähnlich wie bei einem Fluss mit Stromschnellen, die immer dann auftreten, wenn das Gefälle zunimmt oder Felsblöcke  das Flussbett verengen. In den Stromschnellen (turbulente Strömung) bilden sich Wirbel, die mit der Strömung davongetragen werden. Was beidem Fluss das wechselnde Gefälle, ist beim Jetstream der ebenfalls wechselnde Temperaturgradient (und damit Druckgradient) zwischen tropischer Warmluft und polarer Kaltluft. Die Rolle der das Flussbett verengenden Felsblöcke übernehmen hohe Gebirge, welche die Höhenströmung ebenfalls spürbar einengen.

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Eine Strömung wird durch Wirbelbildung an einem Hindernis turbulent. Quelle: http://web.physik.rwth-aachen.de/

Cyclonen beziehen ihre Energie nicht nur aus ihrem Jetstream, sondern auch aus der latenten Wärme (Kondensationswärme), die bei der Wolkenbildung  frei wird. Die Cyclonen ihrerseits übertragen wieder einen Teil ihrer Energie  an ihren Jetstream.

Anhang 2: Polarwirbel

Über beiden Polen der Erde bilden sich in der Stratosphäre abwärtsgerichtete, kalte Tiefdruckwirbel, welche bis in die mittlere Troposphäre hinabreichen, die Polarwirbel.

Die Stratosphäre ist die nächsthöhere Atmosphärenschicht oberhalb der Troposphäre, in welcher sich die meisten Wettervorgänge abspielen. Die Stratosphäre enthält nur wenig Wasserdampf, dafür aber grössere Mengen Ozon, das die für das Leben gefährlichen Anteile der von der Sonne eintreffenden Ultraviolettstrahlung absorbiert. Dadurch ist die Stratosphäre immer deutlich wärmer als die obere Troposphäre.

Ein Polarwirbel kann sich nur bilden, wenn die Stratosphäre über den Polen ausreichend kalt ist. Während der Polarnacht nehmen die jeweils betroffenen Polarwirbel an Stärke zu. Dann ist der stratosphärische Temperaturgradient auf der Nordhalbkugel besonders hoch. Dieser treibt den Stratosphärenjetstream am äusseren Rand des Polarwirbels an, welcher wiederum ein Antriebsmotor des troposphärischen Jetstreams ist.

Ein starker Polarwirbel begünstigt eine eher polnähere (nördlichere), zonale Zirkulation (entlang der Breitengrade), ein schwacher und erst recht ein gespaltener Polarwirbel dagegen eine polfernere (südlichere) meridionale Zirkulation (entlang der Längengrade).

Quellen: http://www.nsf.gov/, http://www.sciencedaily.com/

Jens Christian Heuer

Kategorien:Meteorologie

Temperature Cooling During Cereal Harvest Periods

Deutsche Zusammenfassung:

Thema: Eine deutliche abkühlende Wirkung während der Erntezeit in den großen Getreidegebieten der Erde

In den vergangenen 20 Jahren hat sich in weiten Teilen der Erde die globale Erwärmung deutlich verstärkt. Es treten jedoch räumlich-zeitliche Variationen in den allgemeinen Trends auf. Sogar Perioden mit Abkühlung wurden in den vergangenen Dekaden festgestellt und in der Fachliteratur mit dem Einfluss von Staub- und Sulfat-Aerosolen, vulkanischen Eruptionen sowie mit geografischen Veränderungen (Bewuchs – Bebauung) erklärt. Durch Vergleiche mittlerer monatlicher Temperaturen zu Beginn des 20-sten Jahrhunderts mit denjenigen der vergangenen 20 Jahre in den größten Korngebieten der Erde (Kanada, Mittlerer Westen der USA, Russland, Australien, Pakistan/Indien und China) zeigen sich signifikante Abkühlungseffekte im Wesentlichen während der Erntezeiten; in wenigen Fällen liegen die mittleren monatlichen Temperaturen der vergangenen 20 Jahre sogar absolut unter denen vor etwa 100 Jahren. In der vorliegenden Arbeit wird dieses Phänomen mit den veränderten Rückstreubedingungen der Korn- und Stoppelfelder (Albedo), den intensivierten Strohfeuern und den heutigen modernen, automatisierten Erntemethoden zurückgeführt.

English Abstract:

 There is a dramatic evidence that worldwide global warming is especially pronounced during the past 20 years. There are however significant spatial and temporal changes in recent global warming trends. Even periods of climate cooling occurred during the last decades and were explained in the literature for example by dust and sulfate aerosols emitted by industrial activities and volcanic eruptions and also by conversion of natural historical land cover to croplands and residential areas. We present comparisons between historical mean monthly temperature records (1900 to 1929) and those of the last two decades, collected within in the center of huge areas of crop production worldwide (Canada, Midwest-US, Russia, Australia, Pakistan/India and China). We find a significant cooling for most of the analyzed weather station records that align exactly to periods of harvest and subsequent field cultivation. These periods reveal significantly lower mean temperatures in comparison to the months before and after harvest and cultivation. In some regions the temperatures even absolutely decreased for periods of 2 to 3 months during the last century in spite of general global warming. A general feature of our analysis is the expected temperature increase for all the months of the year with the exception of harvest periods. The citations in the literature, that land use changes during the last century could be an explanation for the temperature cooling does not seem to be effectual enough to us, since the cooling phenomenon only occurs during harvest and cultivation periods, whilst the other months are widely unaffected. An analysis of smoothed time series of mean temperature for some stations reveal a change in the general course to a cooler atmosphere typically at the end of the last century, when modern harvest and cultivation equipment was developed and started to be applied in agriculture. This feature is significantly pronounced for harvest times. We surmise that in combination with albedo effects, emissions of smog by open field burning after harvest, aerosols and dust emerging especially from combine harvesters and acre cultivation with modern equipment as farm tractors could be reasonable factors for the quoted cooling effects (Fig. 1).

Introduction

The earth climate is an extremely sensitive system with regard to aerosols of natural and anthropogenic origin. Aerosols may have an influence in two different ways: a direct effect by scatter and absorption of solar radiation, and indirect effect by their influence in cloud formation changing the optical properties and lifetimes of clouds. Some examples will be given. Dust storms in China are strongly related to decreased air temperatures especially in the winter season and to highly frequent cyclone activity in northern parts of China (1). Volcanic eruptions lead to intense worldwide but temporary atmospheric cooling (2) and are able to produce oceanic tropical precipitation changes (3). Sahel dust layers affect the downward IR-flux at the surface during the night and increases the radiative cooling rate of the atmosphere (4). The absence of condensation trails during the three day grounding of all commercial aircraft in the US (after the terrorist attacks on 11 September 2001) lead to an anomalous increase in the average diurnal temperature range across the United States (5). Local land use practices on regional climate may overshadow larger-scale temperature changes, associated with observed increases in CO2 and other greenhouse gases (6). Several modeling studies have shown that land use changes in North America result in a cooling in surface climate (7,8). Most of the published studies, however, apply to 3 months averages. By this procedure the temperature signal associated with this land use is generally small and hard to detect. In our paper we use historical and actual monthly data of weather stations within the different crop regions and adjust them to the corresponding periods of cereal harvest periods. In a recent study by researchers at the University of California, Berkely (10) it was found that global warming may include some periods of cooling. This effect may be due to mixing of manmade pollutants with natural compounds emitted from forests and vegetation, forming secondary aerosols that reflect sunlight. Data and methods Monthly temperature records, which are open to the public (9) for 6 huge crop regions of the world, mentioned above, were analyzed. Historical homogeneous and complete meteorological data bases for at least 100 years are rare and are only sufficient and of higher quality in the United States, Canada and also in Europe, which we used for comparison. For the other regions only a few stations could be used and are the basis of our investigations. Few cases of missing data in the records, were interpolated by means of adjacent values. Most of the results discussed below refer to the first 3 decades of the last century and are compared to temperature data sets of the last 20 years (1988 – 2007). Only in a few cases (e.g. China) we had to use periods that differ slightly from those of the other data sets. During the 20th century, cereal output worldwide expanded by about 3 to 5 -fold, most of which occurred after 1950 due to technological innovations and scientific crop management with synthetic nitrogen fertilizers, crop breeding and better germination ability (Fig. 2). In the early 20th century a significant part of the harvested crop (up to 30 per cent) had to be retained by the farmers for the next year’s seed. By 2000, however, the global averaged seed use e.g. for wheat was only about 5 per cent of output. Increases in yields are due mainly to the level of intensive farming techniques by agricultural implements such as modern tractors, harrows, ploughs and especially the combine harvester which was introduced in the mid 20th century.

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Fig. 1: A: Dust cloud behind harvesters at work. B: Huge cloud of smoke (length of some tenths of kilometers) over the Baltic Sea, spreading from crop fields by straw burning (Photo G. Peters)

Modern techniques in agriculture significantly reduced the required manpower especially in North America from about 2 to 0.05 workers per hectare within the last century. With the rapid rise of mechanization, together with the common practice of burning the stubble left behind by harvesters in the fields, results in great emissions of dust and smoke aerosols into the atmosphere. By this the short wave radiation budget could at least be changed locally and temporally.

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Fig. 2: Canada – seeded acres (solid line – left axis) and wheat production (dashed line – right axis)

During the last century there is strong evidence (although quantitative data cannot be found everywhere in the literature), that there are significant changes in land use – especially by deforestation into croplands. A complete data set is found for free access in ‚Historical Statistics of Canada – 11-516-XIE‘. Figure 2 gives an example for the increase of the seeded area (dashed line) and wheat production (solid line) in Canada for the period 1900 to 2007 in billion acres resp. billion bushels per year. By comparison of the first three decades with the last two we find an almost doubling of the seeded area and a 3.5-fold increase of the wheat production in Canada. Although no corresponding complete data sets for the 6 other world corn regions are available to us, a nearly comparable increase of crop areas and wheat productions in these regions during the last century can be assumed, since within all the other investigated areas wheat is the main produced type of grain (together with maize specially in the last two decades) and the changes and improvements in agricultural techniques and fertilization during the last century show a similar development. Results This chapter describes results of our investigations with additional information, remarks, preliminary concepts, and ideas. Since the cooling periods presented below, coincide convincingly with the harvest months, we will describe some ideas that have to be considered to explain this fact. The following questions arise: What are the characteristic differences in agriculture at the beginning of the 20th century and ‚today‘ leading to the considerable cooling during harvest.

1) Due to the significant increase of corn production the sowing is much more compact today. This fact could also lead to an albedo increase of the stubble fields after harvest (for this, however, we did not find any convincing data in the literature).

2) Most important is of course the doubling of the cereal area and the corresponding significant albedo increase of the bright, golden-yellow corn fields just before the beginning of the harvest.

3) The use of modern agricultural equipment and the emissions of dust and biogenetic aerosols may also contribute to cooling.

4) At the beginning of the 20th century the farmers normally used the straw for their cattle etc. Straw burning was generally a method applied later, when monoculture came into vogue.

5) Emissions by fertilizers and by liquid manure may escape as gases into the Atmosphere.

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Fig. 3: CANADA: Temperature differences for the periods (1988 to 2007) minus (1900 to 1929). The differences refer to the 4 Canadian stations Saskatoon, Regina, Edmonton and Winnipeg in the center of the Canadian corn belt. The dashed line below the curves indicates the harvest period in Canada. This is relatively late in the year, since most of the harvested cereal there is spring wheat, which is seeded not before May and harvested in Autumn

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Fig. 4: As in Fig. 3 but for 4 other main crop regions of the world A: Lahore (frontier area of Pakistan/India) B: Two stations in NW-China: Tanjin – left axis, solid line, Shenyan – right axis, dotted line. C: Mean of 5 Australian stations north of Melbourne (data 1900 to 1929 and 1973 to 1990 – no free data after 1990 were available to us) D: Russia: Omsk (dotted line left), Barnaul solid line right)}

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Fig. 5: Moving averages of the surface temperature – Lahore left – Canada (mean of 4 stations) right

The harvest periods (Lahore: June, Canada: October) are given as solid lines, left axis. The straight lines present the linear regression for the second period of the 20th century, clearly showing a significant decrease of the mean surface temperature of about 2 degrees centigrade within the harvest months in both cases. For comparison the dotted curves show the mean temperatures for the periods two months before the beginning of the harvest. In spite of strong variations (typical period of about 20 years) it is clearly seen, that in both cases the cooling starts about in the middle of the 20th century, which nearly corresponds with the increase of the seeded area, shown in Fig. 2. (Similar behavior can be given for other crop regions).

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Fig. 6: Comparison (temperature differences and standard deviations) between 5 US stations in Kansas and Nebraska (Horton, Topeka, Beatrice, Syracuse, Auburn) and 13 stations in Europe.

Here are significant differences evident: the general mean climate warming is much more pronounced in Europe during the last century (+0.85 +/-0.2°C) compared to the 5 US stations (0.42 +/-0.55°C). Within the US-crop regions there is a gradual cooling between July and November (a relatively long crop growing and harvesting period due to winter and spring seed). Although there are also many crop regions in Europe, they are much smaller and widespread than within the crop regions discussed in this paper. So, no significant temperature cooling is to be expected (only a week indication for the harvest period in September is indicated.

Literature (1) Qian W, Quan L, and Shi S, (2002) Variations of the Dust Storm in China and its Climatic Control. Journal of Climate 15, 1216-1229. (2) Hansen J, et al. (1992) Potential Climate Impact of Mount Pinatubo Eruption. Geophysical Research Letters 19, 215-218. (3) Spencer RW, et al. (1997) Tropical Oceanic Precipitation Changes after the 1991 Pinatubo Eruption. Journal of Atmospheric Sciences, 1707-1713. (4) Guedalia D, Estournel C, and Vehil R, (1984) Effects of Sahel Dust Layers upon Nocturnal Cooling of the Atmosphere (ECLATS Experiment). Journal of Applied Meteorology 23, 644-650. (5) Travis DJ, et al. (2002) Contrails reduce daily temperature range. Nature 418, 601. (6) Stohlgren TJ et al. (1998) Evidence that local land use practices influence regional climate, vegetation, and stream flow patterns in adjacent natural areas. Global Change Biology 4, 495-504. (7) Bonan GB (2000) Observational Evidence for Reduction of Daily Maximum Temperature by Croplands in the Midwest United States. Journal of Climate 14, 2430-2442. (8) Bonan GB Ecological Climatology – Concept and Applications 2nd Edition National Center for Atmospheric Research, Boulder, Colorado, (ISBN- 13-9780521872218). (9) Climex.knmi.nl and climateweatheroffice.ec.gc.ca (10) Kerry A. Pratt, Paul J. DeMott, Jeffrey R. French, Zhien Wang, Douglas L. Westphal, Andrew J. Heymsfield, Cynthia H. Twohy, Anthony J. Prenni & Kimbely A. Prather (2009). In situ detection of biological particles in cloud ice-crystals. Nature Geosciences, 2009; DOI: 10.1038/ngeo521.

Christian Wamser and Dörte Wamser, Beverstedt Germany

Address (main author): Dr. rer.nat. Christian Wamser (Dipl. Met.) Kampstr. 11 D27616 Beverstedt Germany