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Die Argumente der Klimaskeptiker III Klimafolgen und Klimapolitik

7. Es gibt keine eindeutigen Anzeichen einen tiefgreifenden Klimawandel und erst recht nicht für eine drohende Klimakatastrophe.

Von fehlenden Anzeichen für einen Klimawandel kann nun wirklich keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, die Hinweise mehren sich und stimmen auch recht gut mit den Vorhersagen der Klimamodelle überein. Ein paar Beispiele:

A. Abschmelzen des Arktischen Meereises: Beim Abschmelzen des Meereises der Arktis kommt die darunter liegende, wesentlich dunklere Wasseroberfläche mit einem deutlich geringeren Reflektionsvermögen (Albedo) zum Vorschein. Die Sonnenstrahlung wird nun in wesentlich grösserem Umfang absorbiert. Wasser und daüberliegende Luftschichten erwärmen sich deutlich mehr als zuvor. Es liegt eine sich selbst verstärkende positive Rückkopplung vor. Je mehr Eis geschmolzen ist, umso stärker die Erwärmung, wodurch noch mehr Eis schmilzt usw..Diese von einem bestimmten Punkt an nicht mehr aufzuhaltende Eis-Albedo-Rückkopplung sorgte in den letzten Jahrzehnten für überproportional zunehmende Temperaturen in der Arktis, zieht man den Vergleich mit den anderen Regionen auf der Nordhalbkugel.

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Rückgang des Meereises am Nordpol Quelle: http://nsidc.org/

B.Eisschmelze in Grönland: Auch das grönländische Festlandeis geht zurück, wenn auch vorerst noch relativ langsam. In Höhenlagen von unter 1500m geht das Eis zwar deutlich zurück, in noch höher gelegenen Regionen jedoch, nimmt die Dicke des Eisschildes zu.Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Durch ansteigenden Wassertemperaturen verdunstet über den Ozeanen mehr Wasser. Das Landesinnere von Grönland wirkt als Kältefalle, denn in den dort vorherrschenden Höhenlagen von über 1500 m bleiben die Temperaturen stets unter Null. Der erhöhte Wasserdampfgehalt der Luft führt dann im Landesinneren von Grönlanf zu vermehrtem Schneefall. Dadurch nimmt das Inlandeis zu. Ganz anders in den Randzonen von Grönland, in Höhenlagen von unter 1500 m: Hier schmelzen die Gletscher mit wachsendem Tempo. Das Schmelzwasser auf den Gletschern sickert durch die Eisschicht hindurch und ruft dabei tiefe spiralförmige Löcher hervor, durch die weiteres Wasser, aber auch Gesteinstrümmer leicht eindringen können. Die Gesteinstrümmer geraten dabei in eine kreisförmige Bewegung und sorgen so für eine deutliche Erweiterung der Löcher, wobei sie selbst rund geschliffen werden. Da die Steine ähnlich wie das Mahlwerk einer Mühle das Gletschereis zermahlen, spricht man auch von Gletschermühlen. Durch die stark erweiterten Löcher können nun noch viel größere Mengen an Schmelzwasser vordringen und bis an die Unterseite der Gletscher gelangen, wo sie wie ein Schmiermittel wirken. Die Fließssgeschwindigkeit der Gletscher nimmt dadurch drastisch zu. Immer mehr Festlandsgletscher rutschen so immer schneller ins Meer (Rahmstorf).

Schmelzwasser gelangt durch Gletschermühlen (moulins), aber auch durch sich erweiterndeGletscherspalten (crevasses) unter den Gletscher und wirkt auf dem felsigen Untergrund wie einSchmiermittel. Quelle: http://www.pnas.org/cgi/reprint/0705414105v1

Die Eismassen Grönlands werden so nach und nach instabil und geraten ins Rutschen. Dadurch gelangt Eis aus größeren in geringere Höhenlagen und beginnt ebenfalls zu schmelzen. Bei einem vollständigen Abschmelzen des grönländischen Eisschildes würde der Meeresspiegel um über 7m ansteigen. Aber auch wenn nur Teile des Eisschildes, etwa in Südgrönland, betroffen wären, kämen noch immer noch einige Meter dabei heraus!

D. Heissere und trockenere Sommer, aber auch mehr Starkregen

Durch die globale Erwärmung sind auf der Nordhalbkugel in West- und Mitteleuropa heissere Sommer mit länger anhaltenden Trockenzeiten häufiger geworden. Das könnte zum einen mit einer Verlagerung des Polarfrontjetstreams in Richtung Nordpol zusammen, wodurch Mitteleuropa häufiger unter Hochdruckeinfluss gerät. Ursache für diese Verlagerung ist ein „Vordringen“ der tropischen Warmluft und ein „Rückzug“ der polaren Kaltluft.

Ausserdem ist der Jetstream auch schwächer geworden, denn der ihn antreibende Temperaturgradient auf der Nordhalbkugel hat sich infolge der überproportionalen Erwärmung der Arktis deutlich verringert. Dadurch sinkt auf der Nordhalbkugel der Temperaturgradient, der den Jetstream antreibt. Der schwacher Jetstream ist instabil und mäandert sehr. Das begünstigt einerseits blockierende Hochdruckgebiete mit der Abschnürung von Kaltlufttropfen (Cut Off – Tiefs), anderseits aber auch die Herausbildung grosser Tröge.

Auch auf der Südhalbkugel hat sich der Polarfrontjetstream zwar ebenfalls polwärts verlagert, ist aber nicht schwächer geworden. Im Gegensatz zur Arktis hat sich die Antarktis insgesamt gesehen nicht erwärmt, so dass der Temperaturgradient auf der Südhalbkugel nicht abgenommen hat.

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Bildung von Höhentrögen und eines Kaltlufttropfen (Cold Outbreak) im mäandernden Jetstream L= Low Pressure Systeme (Tief), H=High Pressure Systeme (Hoch) Quelle: http://www.britannica.com/

Innerhalb der Hochdruckgebiete ist das Wetter heiss und trocken, während Tröge und Kaltlufttropfen Niederschläge bringen. Diese fallen in Form von Starkregen, denn eine erhöhte Wasserverdunstung infolge ansteigender Temperaturen erhöht direkt die Wassermenge, die abregnen kann. Eine erhöhte Wasserverdunstung stellt aber auch mehr latente Wärme zur Verfügung, welche wiederum die Wolkenbildung antreibt. Auch das bringt heftigere Niederschläge.

E. Verlängerung der Vegetationsperioden: Die durchschnittliche Vegetationsperiode der Pflanzen in den gemäßigten Breiten ist in den letzten Jahrzehnten um ca. 14 Tage länger geworden. Ein Beispiel aus Deutschland:

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Links: Laubentfaltung der Hängebirke (Betula pendula) zwischen 1951 und 2000:

Rote Quadrate: Stationen mit Verspätungen (positiver Trend), Kreise: Stationen mit Verfrühungen, wobei gelb = schwach negativer, blau = stark negativer Trend , große Symbole: Stationen mit signifikanten Trends.

Rechts: Laubverfärbung zwischen 1951 und 2000:

Blaue Quadrate: Stationen mit Verspätungen (positiver Trend); Rote Kreise: Stationen mit Verfrühungen, große Symbole: Stationen mit signifikanten Trends.

Das eindeutige Überwiegen der blauen (und der gelben) Kreise und Quadrate zeigt die Verlängerung der Vegetationsperiode innerhalb von 30 Jahren.

Quelle: http://www.waldwissen.net/

F.Veränderungen in der Tierwelt:

Viele Vogelarten in Europa und Nordamerika brüten im Mittel 6 bis 14 Tage früher als noch vor 30 Jahren. Bei den Zugvögeln in den mittleren Breiten wird in den letzten Jahrzehnten ein zunehmend späterer Wegzug, ein früherer Heimzug, eine Verkürzung der Zugstrecken oder häufigeres Überwintern im Brutgebiet beobachtet. So kommen Zugvögel nun um 1,3 bis 4,4 Tage pro Jahrzehnt früher an (http://www.waldwissen.net/).

Tiere die früher nur in tropischen oder subtropischen Regionen zuhause waren, wandern zunehmend in höhere Breiten ein. Kälteliebende Arten ziehen sich immer mehr in die engere Umgebung der Pole zurück. Das gilt für Land- und Meeresbewohner gleichermaßen (Tim Flannery, Wir Wettermacher http://www.wir-wettermacher.de/home).

G. Gletscherschmelze: Weltweit schrumpfen die Gletscher. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen (ganze 1% aller Gletscher), wie beispielsweise die Gebirgsgletscher in Norwegen. Diese liegen noch innerhalb des Bereichs, den die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete der Westwindzone erreichen. Die Tiefs bringen Niederschläge, die in den Höhenlagen der norwegischen Gebirge häufig als Schnee fallen und dadurch wiederum die örtlichen Gletscher wachsen lassen. Die wachsenden Gletscher in Norwegen widersprechen also keinesfalls dem Befund einer globalen Erwärmung, sondern sind als eindrucksvolle Bestätigung aufzufassen!

H. Meersspiegelanstieg

Seit dem Beginn der Industrialisierung bis heute hat sich der Anstieg des Meeresspiegels deutlich beschleunigt. Im gesamten 18. Jahrhundert erhöhte er sich nur um 2 cm, im 19. Jahrhundert bereits um 6 cm, und im 20. Jahrhundert bereits um 19 cm.

Der durchschnittlich gemessene Anstieg des Meeresspiegels betrug im 20. Jahrhundert 1,7 ± 0,5 mm pro Jahr, zwischen 1961 und 2003 jährlich 1,8 ± 0,5 mm. Die Anstiegsraten beschleunigten sich also zuletzt. Zwischen 1993 und 2003 stellten Satelliten dem gegenüber einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg um 3,1 ± 0,7 mm fest. Gegenüber den Jahrzehnten zuvor ist dies ein beinahe doppelt so hoher Wert (IPCC). 

Der Anstieg des Meeresspiegels Quelle: Wikipedia, IPCC

Eine Destabilisierung des grönländischen Eisschildes (s.o.) könnte diesen Anstieg zudem dramatisch beschleunigen.

I. Mehr Stürme

Bis Anfang der neunziger Jahre des 20.Jahrhunderts gab es auf der Nordhalbkugel, wie von den meisten Klimamodellen voraussgesagt, mehr und auch stärkere Stürme. Danach kehrte sich der Trend allerdings um.

Um diese zunächst widersprüchlich erscheinende Entwicklung  zu erklären, müssen wir noch einmal auf die Nordatlantischen Oszillation (NAO) zurückkommen, eine Druckschaukel zwischen Azorenhoch und Islandtief,  denn sie vor allem bestimmt Stärke und Anzahl der Stürme in den mittleren Breiten. Daneben ist auch noch die durch Wasserverdunstung zugeführte latente Wärme wichtig.

Ein positiver NAO – Index steht für einen hohen Druckgradienten zwischen Azorenhoch und Islandtief mit starker Sturmaktivität, ein negativer NAO – Index für einen niedrigen Druckgradienten mit schwacher Sturmaktivität.

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Positiver NAO-Index: Ein hoher Temperaturgradient mit ausgeprägtem Islandtief und Azorenhoch und ein starker Polarwirbel treiben den Jetstream an, der stabil bleibt und nur wenig mäandert. Zahlreiche starke Sturmtiefs bringen milde und feuchte Luft nach West- Mittel- und sogar Nordeuropa und sorgen unter ihren Zugbahnen für ein mildes, aber wechselhaftes Wetter mit häufigen Niederschlägen. Im Mittelmeerraum, den nur wenige Sturmtiefs erreichen, ist es überwiegend trocken.Starke Passatwinde lassen kaltes Tiefenwasser an der westafrikanischen Küste hervorquellen. Wegen des dadurch kühleren Oberflächenwassers im Nordatlantik gibt es weniger tropische Wirbelstürme.

Negativer NAO – Index: Ein niedriger Temperaturgradient auf der Norhalkugel und ein nur schwach ausgeprägter Polarwirbel gehen mit einem instabilen, stark mäandernden Jetstream einher. Immer wieder gibt es Kaltluftausbrüche und blockierende Hochdrucklagen. Bei schwachen, immer wieder stockenden Westwinden erreichen nur wenige Sturmtiefs West-, Mittel- oder gar Nordeuropa, wo es dadurch deutlich trockener wird. Stattdessen werden die Sturmtiefs in den Mittelmeerraum umgelenkt. Dort gibt es nun bei wechselhafterem Wetter deutlich mehr Regen. Schwächere Passatwinde begünstigen tropische Wirbelstürme, weil die Wasseroberfläche des Nordatlantik nicht mehr durch aufquellendes, kaltes Tiefenwasser gekühlt wird. Quelle: http://www.washington.edu/

Die Zunahme von Treibhausgasen wirkt zwar durch den Treibhauseffekt in der Troposphäre erwärmend, in der Stratosphäre jedoch abkühlend. Der Grund für diese Abkühlung: Die Infrarotabstrahlung vom Erdboden erreicht kaum noch die Treibhausgase in der Stratosphäre, da die Treibhausgase in der Troposphäre schon fast alles absorbiert haben. Die Treibhausgase in der Stratosphäre werden aber durch Zusammenstöße mit Nachbarmolekülen anderer Atmosphärengase angeregt. Da die Luft in dieser grossen Höhe aber schon sehr dünn ist, strahlen sie einen erheblichen Teil der so gewonnnenen Energie in den Weltraum ab, bevor sie durch erneute Zusammenstöße mit Nachbarmolekülen wieder zurückgegeben werden kann. Diese Energoe geht der Stratosphäre somit unwiderruflich verloren. Und genau aus diesem Grunde wirkt eine Zunahme von Treibhausgasenin in der Stratosphäre abkühlend. Das macht sich ganz besonders in der Polarnacht bemerkbar, wo es praktisch keine Wärmezufuhr durch die Sonne mehr gibt. Der Polarwirbel wird dann durch den höheren Temperaturgradienten in der Stratosphäre stärker. Der Polarwirbel treibt aber wiederum den Jetstream an, und die Sturmaktivität nimmt zu (positiver NAO-Index). Die Klimamodelle bewerteten den Einfluss des Polarwirbels auf die Sturmaktivität sehr hoch. Eine Zunahme der Treibhausgase in der Stratosphäre sollte also zu mehr und auch stärkeren Stürmen führen. Man unterschätzte dabei allerdings die Auswirkungen eines durch die überproportionale Erwärmung der Arktis verringerten Temperaturgradienten in der Troposphäre. Durch die überproportionale Erwärmung in der Arktis wurde der troposphärische Temperaturgradient immer geringer bis er den Einfluss des Polarwirbels  allmälich überkompensierte und die Stürme wieder nachliessen.

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NAO – Index: Nach einer deutlichen Tendenz zu positiven Werten, ging es zuletzt wieder etwas abwärts. Quelle: http://www.cru.uea.ac.uk/

Diese teilweise Fehleinschätzung, was die Stürme in den mittleren Breiten  betrifft, spricht nun aber keinesfalls grundsätzlich gegen Klimamodelle, denn diese werden natürlich mit jedem erkannten Fehler  ein Stück besser.

Und die tropischen Wirbelstürme? Auch hier ergibt sich ein differenziertes Bild:

Tropische Wirbelstürme entstehen normalerweise nur über offenem und mindestens 26°C warmem Wasser, wenn die Luft darüber kalt genug ist. Je wärmer das Meerwasser ist, umso stärker die Wasserverdunstung und umso mehr Energie in Form von latenter Wärme steht dem Wirbelsturm zur Verfügung: Die über dem Wasser erwärmte, feuchte Luft wird gehoben und kühlt dabei ab, wobei eine Divergenz innerhalb der Höhenströmung das auslösende Moment ist. Die sich dabei abkühlende Luft kann immer weniger Feuchtigkeit aufnehmen, so dass Wolkenbildung einsetzt. Dabei wird fortlaufend die für die Verdunstung des Wassers zuvor verbrauchte Energie als Kondensationswärme (latente Wärme) wieder frei. Das wiederum verstärkt den Auftrieb der Luft, die solange weiter aufsteigt,wie sie noch wärmer als die Umgebungsluft ist. Der vertikale Temperaturgradient ist also der Antrieb für den sich selbst verstärkenden Prozess der Wolkenbildung und damit letztendlich auch für den tropischen Wirbelsturm. Wichtig ist, dass immer genug latente Wärme durch Wasserverdunstung nachgeliefert wird. Der tropische Wirbelsturm bildet gewaltige Wolkentürme, die bis in die obere Troposphäre reichen, ja sogar in die Stratosphäre durchbrechen können. Die aufsteigende Luft wird durch den Einfluss der Erdrotation abgelenkt, wodurch die Wirbelstruktur entsteht, welche ein sich verstärkendes Tiefdruckgebiet bildet, das immer mehr feuchtwarme Luft von allen Seiten ansaugt (bodennahe Konvergenz). Die Drehbewegung beschleunigt sich bei Zufuhr von immer mehr latenter Wärme. Tropische Wirbelstürme funktionieren wie gigantische Kühlmaschinen, die Wärme von der Wasseroberfläche in grosse Höhen transportieren, wo sie dann im Infraroten in den Weltraum abgestrahlt wird. Die Drehbewegung des tropischen Wirbelsturms nimmt in Richtung Zentrum zu. Die Zentrifugalkräfte werden dort so gross, dass sich ein beinahe windstilles, wolkenarmes Auge bildet, in dessen Aussenrand (Eyewall), der Auftrieb der feuchtwarmen Luftmassen besonders stark ist. Das Auge entsteht, weil aus der Höhe Luft angesaugt wird, die sich auf ihrem Weg nach unten immer mehr erwärmt, so dass sich die Wolken auflösen. Tropische Wirbelstürme bewegen sich immer mit der jeweils vorherrschenden Luftströmung.

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Hurrikan Rita Quelle: NOAA 

Mit zunehmender globaler Erwärmung steigen auch die Wassertemperaturen und damit auch die Zufuhr latenter Wärme, so dass die tropischen Wirbelstürme an Kraft gewinnen. Darüber hinaus können auch mehr tropische Wirbelstürme entstehen, wenn immer mehr Wasserflächen der Ozeane die ktitische Temperatur von 26°C erreichen oder sogar überschreiten.

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Nach einer neueren Studie von Greg Holland (NCAR) nimmt im Nordatlantik die Anzahl tropischer Wirbelstürme (Hurrikans) infolge ansteigender Wassertemperaturen allmälich zu. Quelle: http://www.ucar.edu/

So bildete sich im März 2004 erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen ein tropischer Wirbelsturm (Hurrikan) auf dem Südatlantik vor der Küste von Brasilien. Auch der Hurrikan Delta liess aufhorchen,. Er enstand ungewöhnlich weit östlich im Nordatlantik und erreichte die Kanarischen Inseln. Ja sogar im Mittelmeer tauchen mit den zunehmenden Wassertemperaturen immer öfter wirbelsturmähnliche Druckgebilde auf.

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Wirbelsturmartige Struktur über dem westlichen Mittelmeer. Quelle: http://www.metoffice.gov.uk/

In allen diesen Fällen bildete sich der tropische Wirbelsturm aus einem verirrten aussertropischen Tiefdruckgebiet (Kaltlufttropfen). 

Allerdings hat auch die Sonne einen erheblichen Einfluss auf die Häufigkeit tropischer Wirbelstürme. Das ergaben umfangreiche statistische Untersuchungen von Hurrikan-Daten der letzten 100 Jahre und des Sonnenfleckenzyklus durch den Klimaforscher James Brian Elsner an der Florida State University (http://mailer.fsu.edu/~jelsner/www/). Im West- und Ostatlantik zeigte die Studie auf den ersten Blick vollkommen widersprüchliche Ergebnisse: 

Im Westatlantik führen mehr Sonnenflecken zu weniger (und schwächeren) tropischen Wirbelstürmen, im Ostatlantik nimmt ihre Anzahl (und Stärke) dagegen zu. Elsner hat jedoch eine einleuchtende Erklärung:

 

Mehr Sonnenflecken zeigen eine erhöhte Sonnenaktivität an und damit gelangt auch mehr ultraviolette Strahlung (UV) zur Erde. In Abhängigkeit von den natürlichen Schwankungen der Sonnenaktivität kann sich die Stärke der UV-Strahlung um bis zu 10% ändern. Die UV-Strahlung erwärmt wiederum die Stratosphäre, denn diese enthält reichlich Ozon, das die für das irdische Leben gefährlichen Anteile dieser Strahlung absorbiert. Auch die direkt unter der Stratosphäre liegende obere Troposphäre wird mit erwärmt. Dadurch sinkt aber der für die Entwicklung tropischer Wirbelstürme entscheidende vertikale Temperaturgradient. 

 

Im Ostatlantik sind die Temperaturen des Oberflächenwassers im Allgemeinen niedriger als im Westatlantik, weil die Passatwinde vor der afrikanischen Westküste kaltes Tiefenwasser emporquellen lassen. Die Wassertemperaturen sind daher oft zu niedrig für die Entstehung eines tropischen Wirbelsturmes. Die Temperatur des Oberflächenwassers ist im Ostatlantik also ein limitierender (begrenzender) Faktor für tropische Wirbelstürme. Eine leichte Erhöhung der Sonneneinstrahlung genügt dann oft schon, und das Oberflächenwasser erfährt den entscheidenden Temperaturanstieg für mehr Wirbelstürme. Derselbe Effekt kann natürlich auch allein durch einen erhöhten Treibhauseffekt  in der Atmosphäre erreicht werden (s.o.).

 

Im Westatlantik sind die Temperaturen des Oberflächenwassers hingegen (fast) immer schon hoch genug. Der vertikale Temperaturgradient wird hier somit zum allein limitierenden Faktor für tropischen Wirbelstürme.

 

Die Untersuchung von Elsner wirft  ein neues Licht auf die Debatte darüber, ob die globale Erwärmung durch Treibhausgase zu mehr tropischen Wirbelstürmen führt oder nicht.

In Regionen, wo die Wassertemperaturen für die Entstehung tropischer Wirbelstürme bereits optimal sind, kann die globale Erwärmung kaum noch etwas ausrichten. Hier steuert vor allem die Sonne die Anzahl der tropischen Wirbelstürme.

 

Sind die Wassertemperaturen allerdings suboptimal, so begünstigen ansteigende Wassertemperaturen (egal ob durch mehr Treibhausgase, die Sonne oder beides) eindeutig die Entstehung von mehr tropischen Wirbelstürmen.

 

8.  Die vom IPCC verwendeten Daten zum Nachweis eines Anstiegs der durchschnittlichen globalen Oberflächentemperatur der Erde sind sehr unsicher. Die Probleme entstehen bei der Bewertung der städtischen Wärme-Insel-Effekte, durch die ungleichmässige, geographische Verteilung der Mess-Stationen, die Veränderungen bei der Anzahl und der Orte der Stationen usw.  Die Methode für die Messung der Temperatur der Meeresoberfläche hat sich verändert; früher überwiegend von Schiffen aus,  heute überwiegend mit Bojen. Damit hat sich auch die Wassertiefe für die Temperaturmessungen geändert, was die Ergebnisse verfälscht.

 

Bei den Temperaturmessungen gibt es tatsächlich die hier angesprochenen Probleme. Durch Korrekturfaktoren und die hohe Anzahl von Messstationen werden die Fehler teilweise herausgemittelt. Trotzdem bleibt eine gewisse Unsicherheit bei den Messungen bestehen. Benutzt man allerdings die Natur als Thermometer (Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt, s.o.), so bestätigt sie eindrucksvoll den globalen  Temperaturanstieg. wie ihn auch die angeblich so unsicheren direkten Temperaturmessungen zeigen.  

9. Eine zunehmende CO Konzentration hat auch eindeutig positive Auswirkungen, denn mehr CO2 verbessert die Produktivität  und Trockenresistenz in der Landwirtschaft und in den Wäldern. Letzteres senkt  wiederum den Wasserverbrauch. Ein wärmeres Klima ist günstig für Mensch und Wirtschaft. Die Geschichte zeigt: Elend und Hungersnöte gab es vor allem, wenn es zu kalt war.

Mehr CO2 in der Luft lässt tatsächlich viele Pflanzen besser wachsen. Allerdings wird es im Zuge der globalen Erwärmung auchmehr Hitzewellen mit extremer Trockenheit geben, auf der anderen Seite aber auch mehr  Starkregenereignisse. Extreme Trockenheit und sintflutartige Regenfälle treten oft sogar gleichzeitig auf (zweigeteilte Wetterlage mit blockierendem Hochs und umgelenkten Tiefs, s.o.). Das setzt Pflanzen und Tiere erheblichenm Stress aus, der ihr Gedeihen sehr beeinträchtigen kann. Den Hitzewellen fallen meistens auch viele Menschen zum Opfer. So starben in Europa während des Rekordsommers 2003 (http://www.imk.uni-karlsruhe.de/1145.php) mindestens 35.000 Menschen, neueste Schätzungen gehen sogar von bis zu 70.000 Toten aus (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,473614,00.html)!

Durch Unwetter mit Starkregen gibt es oft Überschwemmungen, die grosse Schäden anrichten und auch immer wieder Menschenleben kosten.

10. Klimaschutz gefährdet die Freiheit

Nicht nur Klimaskeptiker befürchten, dass sich der Staat bei der Durchführung von Massnahmen zum Klimaschutz immer mehr in die persönlichen Angelegenheit der Bürger einmischt und so die Freiheit in Gefahr gerät. Ja mehr noch, es erscheint sogar denkbar, dass eine herrschende Klasse unter dem Vorwand des Klimaschutzes zu ihrem eigenen (vermeintlichen) Vorteil breite Bevölkerungskreise von der Teilhabe an den Errungenschaften des Fortschritts ausschliesst. Diee dazu unbedingt notwendige Einschränkung (oder gar Abschaffung) der Demokratie liesse sich mit dem Argument begründen, zur Rettung des Planeten Erde (und damit auch der Menschheit) müsse eine uneinsichtige Bevölkerung  notfalls  zu Klimaschutzmassnahmen gezwungen werden.

Das derartige Befürchtungen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, zeigt beispielsweise der Blick in das Programmheft eines internationalen Kongresses, der sich vor allem mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen soll und vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), der Mercator Stiftung, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie veranstaltet wird. Dort kann man unter dem Programmpunkt interSESSION IV: HOW CAN DEMOCRACY COPE WITH THIS CLIMATE STRESS? (frei übersetzt: Wie kann die Demokratie den negativen Auswirkungen des Klimawandel begegnen?) die folgenden Erläuterungen finden: „Technological innovation and political regulation can only be effective if „the people“ participate in their various roles as polluters, producers and consumers of goods, citizens and voters. Democratic regimes are not well prepared for the level of participation that is required: Can free democratic societies cope with the effects of grave changes in the global climate, or might authoritarian regimes possibly be better placed to enforce the necessary measures?“ (Quelle: http://www.greattransformation.eu/index.php/program). Nach Meinung der Veranstalter sind also Diktaturen (authoritarian regimes) womöglich besser in der Lage dem menschengemachten Klimawandel entgegenzuwirken bzw. mit den heute schon unvermeidlichen Folgen desselben fertig zu werden. Liebäugelt hier eine selbsternannte Elite der Diktatur? Haben derartige Gedankengänge vielleicht sogar einen gewissen Rückhalt in der politischen und wirtschaftlichen Führungsschicht? Immerhin ist diese ja der hauptsächliche „Brötchengeber“ der veranstaltenden Organisationen.

Selbstverständlich müssen wir alle den Gefahren eines möglicherweise äusserst gefährlichen menschengemachten Klimawandels rechtzeitig  begegnen. Doch das geht auch ohne die Aufgabe vpn Freiheit und Demokratie! Es spricht sogar eine Menge dafür, dass eine demokratische Entscheidungsfindung dafür besser geeignet ist, als wenn eine Runde aus Experten und Politikern das alleine übernimmt. Neuere Untersuchungen zeigen, für so manchen sicher überraschend, dass eine beliebig zusammengewürfelte grössere Gruppe von Menschen im Vergleich zu einzelnen Experten oft die klügeren oder zumindest genauso gute  Entscheidungen trifft. Voraussetzung ist allerdings eine möglichst grosse Meinungsvielfalt in der Gruppe und eine unabhängige Entscheidung des einzelnen Gruppenmitglieds. Günstig sind auch dezentrale Entscheidungsstrukturen (James Surowiecki: „Die Weisheit der Vielen“, Rezension des Buches im SPIEGEL). Immerhin wurden die wirkungsvollsten Umweltschutzmassnahmen ja nicht in autoritär regierten Staaten, sonden (fast) ausschliesslich in westlichen Demokratien getroffen, wo sie zumeist durch Bürgerinitiativen von unten erzwungen wurden.

Ein vorläufiges Fazit

Die Debatte um den Klimawandel wird weitergehen, auch wenn der aktuelle  Wissenstand in den Klimawissenschaften eindeutig für einen hautptsächlich menschengemachten Klimawandel spricht. Das ist auch gut so, denn auch  wissenschaftlichen Forschungsansätze, die sich deutlich vom „Mainstream“  unterscheiden haben schon oft zu wichtigen neuen Erkenntnissen geführt. Das gilt beispielsweise für die Iris-Hypothese des Klimaskeptikers Richard Lindzen, die wetvolle Einsichten in die Funktionsweise des Klimasystems brachte. Ohne eine freie und unbehinderte Diskussion in der Wissenschaft (und anderswo) erstarrt das Denken und endet der Fortschritt, denn die Weisheit der Vielen bleibt ungenutzt.

Angesichts der möglicherweise katastrophalen Folgen einer fortgesetzten,  globalen Erwärmung durch Treibhausgase stellt sich natürlich die Frage nach dem politischen Handeln. Meines Erachtens sollte hier das Vorsorgeprinzip zur Anwendung kommen. Eine Redukion von Treibhausgasemissionen, insbesondere CO2, erscheint mir auch allein schon deshalb notwendig, weil fossile Brennstoffe endliche Ressourcen sind und eigentlich viel zu wertvoll, um sie durch den Schornstein oder Auspuff zu jagen!

Eine Entwicklung alternativer Energien (Sonne, Wind, Geothermik, Kernfusion (!) usw.) ist daher unbedingt (mit staatlicher Unterstützung)voranzutreiben. Auch die Kernspaltungsenergie, allerdings nur in Form der Hochtemperatur/Thorium Technologie, die besonders sicher zu sein scheint, könnte zumindest für eine Übergangszeit genutzt werden.

Auf eine solche Energiewende zu verzichten hiesse wahrscheinlich, den Weg in ein neues finsteres Mittelalter zu ebnen, weil ansonsten bei schwindenden Ressourcen ein immer grösserer Teil der Menschheit von der Teilhabe an Fortschritt und Wohlstand ausgeschlossen bliebe. Das wäre nicht nur in den Industrieländern so, hier vor allem durch immer weiter ansteigende Energiepreise, sondern erst recht in der sogenannten Dritten Welt, wo alle Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, von dem Aufbau eigener Industrien, dem freien Handel und als Voraussetzung dafür auch von einer verbesserten Energieversorgung abhängen.

Um für alle Menschen die Freiheit von existenzieller Not zu erreichen, wären Schritte in Richtung einer Gesellschaft hilfreich, welche unter Wahrung der persönlichen Freiheit(!) allzu krasse Unterschiede in der Verteilung der Reichtümer vermeidet! Der zur Erreichung menschenwürdiger Verhältnisse notwendige Warenproduktion wird dadurch erheblich verringert.

Jens Christian Heuer

Die Argumente der Klimaskeptiker I – Treibhauseffekt und Wolken

Die Argumente der Klimaskeptiker II – Temperaturkurven und natürlicher Klimawandel

Interessante Links:

1. Intergovernal Panel on Climate Change (IPCC)  http://www.ipcc.ch/ 2. Das Institut der Klimaskeptiker in Deutschland http://www.eike-klima-energie.eu/ 3. Potsdam Institut für Klimafolgenforschung http://www.pik-potsdam.de/ 4. Real Climate http://www.realclimate.org/ 5.WBGU http://www.wbgu.de/ 6. SEPP (amerikanische Klimaskeptiker) http://www.sepp.org/

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Kategorien:Klimawandel
  1. Hans Seifert
    15. Juli 2009 um 11:39

    Noch eine kleine Korrektur bezüglich des Meeresspiegels. Wie man unter http://www.frank-wettert.de/klimawandel-offener-leserbrief-an-spiegel-online/ lesen kann, gibt es keine Beschleunigung des Meeresspieglanstiegs. So jedenfalls Ihr Kollege Raimund Leistenschneider.

    Ansonsten wäre noch interssant, was Sie zum Standardargument der Skeptiker sagen, daß die Klimasimulationen keine relevanten Prognosen liefern können, z.B. weil dort Wolken nur parameterisiert abgebildet werden.

    Auch die Rolle der Meeresströmungen würde mich interessieren. Dieses System ist ja definitiv ein nichtlinear & chaotisch, das einen überragenden Einfluß auf das Klima hat. Wie kann man da ernsthaft davon ausgehen, daß man das Klima in 100 Jahren zumindestens grob vorhersagen kann?

  2. 5. Februar 2010 um 21:30

    Ich habe in meinem vorherigen Beitrag vor einer möglicherweise falschen Interpretation der C0²- Messungen in Folge der Verwendung der physikalischen Messmethoden gewarnt.

    Es ist aber nicht nur C0² der falsch gemessen wird, sondern es ist nur ein Beispiel vom vielen. Im Grunde genommen basiert die heutige Physik auf solchen Falschmessungen wo den Beteiligten nicht bewusst ist was sie messen und wie weit die Ergebnisse eine Aussagekraft haben.

    Die Klimatologie ist hier ziemlich in einer „unglücklicher“ Situation, weil sie im Gegenzug zu z.B. Astrophysik mit dem Objekt der Forschung ständig konfrontiert wird.
    Trotzdem es ist schon unglaublich, dass die beteiligten Wissenschaftler (mehrheitlich ausgebildete Physiker) nicht bemerkt haben, dass die Messungen falsch sind und ein grundsätzlicher Problem dahinten steckt, besonders, dass nicht nur C02-Werte falsch gemessen wurden, sondern auch Temperaturen.

    Hier ein Link zu der Verlauf der Temperaturen gemessen von MeteoSwiss.
    Man hat versucht auf der Basis der herrschenden Glaubens in der Physik die Werte von „schädlichen“ Einfußen zu bereinigen (ohne Sinn und Verstand) was zu noch größeren Fehlern geführt hat. Wie man auf den ersten Blick sieht führt diese Vorgehensweise zu künstlichen Steigerung der Temperaturen in den homogenisierten Daten im Vergleich zu den Rohdaten.

    http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/homogene_reihen.Par.0054.DownloadFile.tmp/vergleichoriginalhomogen.pdf

    Es stellt sich die Frage ob hier eine reale Situation abgebildet wurde oder die vorgenommenen Eingriffe in die Daten einen falschen Verständnis der physikalischen Ursachen zu Grunde liegen.

    In dem folgenden Link,

    http://noconsensus.wordpress.com/2009/12/15/swiss-homogenization/

    in dem Kommentar Nr.37 ist eine Stellungsnahme des MeteoSwiss zu lesen in dem die Gründe der Homogenisierung der Temperaturmessungen benannt wurden.

    Zum Einen standen in den ersten Jahrzehnten der ausgewerteten Messperiode (bis ca. 1900) Thermometer im Einsatz, bei denen es oft zu einer langsamen Kontraktion des Quecksilbergefäßes kam, was zu einer “Zunahme” der Temperaturmessungen um 0.5 bis 1 Grad über mehrere Jahre bis Jahrzehnte führte. Dies musste systematisch korrigiert werden.

    Zum Anderen wurden Ende der 1970er Jahre viele Stationen automatisiert. Die Messung mit ventilierten Thermometern führte zu einer geringeren Beeinflussung durch die Sonnenstrahlung und resultierte in systematisch tieferen mittleren Messwerten (verstärkt noch im Sommer).

    Waren aber die vorgenommenen Veränderungen der Daten gerecht?

    In dem ersten Fall bis ca. 1900 (ich nehme an, dass bei einzelnen Messstationen Quecksilberthermometer noch viel länger in Gebrauch waren) wurde festgestellt, dass mit der Zeit die gemessene Temperatur bzw. der Nullpunkt des Thermometers nicht mehr mit dem Schmelzpunkt des Eises stimmt. Damals wurden noch tatsächlich Thermometer nach Fixpunktverfahren kalibriert. Man hat festgestellt dass die Thermometer mit der Zeit immer höhere Temperaturen anzeigen und hat fälschlicherweise angenommen, dass die Ursache in der Verringerung des Volumens des Quecksilbergefäßes liegen muss. In Wirklichkeit zeigte hier der gleiche Prozess ihre Wirkung, der zu der Erhöhung der Masse des Urkilogramms geführt hat nämlich die Steigerung der Amplitude der Raumoszillationen, die für uns auch durch die Steigerung des Wertes der Gravitationskonstante sich bemerkbar macht. In Folge dessen werden auch die Oszillationen der Elementarteilchen größer was bei der Materie in dem gasförmigen und flüssigen Zustand zu Volumen Vergrößerung geführt hat.
    Diese Volumenvergrößerung war im Grunde genommen sehr klein aber sie hat sich durch die verstärkende Wirkung der Kapillare bemerkbar gemacht.
    Die Temperatur hat sich also in allen diesen Jahren kaum merklich verändert aber erst durch Homogenisierung und Verschiebung der gemessenen Werte um 1 Grad Celsius nach unten wurde hier ein Trend in der Entwicklung der Temperaturen künstlich erschafft.

    In dem Zweiten Fall hat man schon wieder etwas bemerkt aber wie immer bei Physiker falsch bewertet.
    In den modernen meteorologischen Messstationen werden keine altmodischen Ausdehnungsthermometer mehr verwendet sonder die so genante Widerstandsthermometer die eine Automatisierung des Messvorgangs ermöglichen.

    Widerstandsthermometer sind elektrische Bauelemente, welche die Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstandes von Leitern zur Messung der Temperatur ausnutzen. Platin-Widerstandsthermometer die meistens Verwendung finden werden im Vergleichsverfahren kalibriert.

    Dazu werden Normalthermometer verwandet die ihrerseits auf die nationale Normale rückgeführt werden müssen. Diese Vorgehensweise die die Fehler eigentlich ausschließen sollte ist aber paradoxerweise der Grund warum die Temperaturen bei Langzeitreihen falschen Trend aufweisen.

    Man hätte es Ahnen müssen aber die autistische Denkweise der „Wissenschaftler“ erlaubt eine selbstkritische Begutachtung eigenen Denkens nicht (vorausgesetzt so etwas wie Denken ist in der „Wissenschaft“ existent).

    Es ist bekannt, dass die Platin-Widerstandsthermometer einen Hystereseeffekt zeigen, d.h. der Zusammenhang zwischen Temperatur und Widerstand wird durch mechanische Spannungen verändert. Das kann zu einem Unterschied in der Anzeige von bis zu 0,5 K führen. Das heißt der Einfluss der Veränderung der atomaren Struktur des Platins war bekannt.
    Hat man also festgestellt, dass die Veränderung der Anzeige der Widerstandsthermometer einen Trend zeigt sollte man in erster Linie diese Veränderung auch bei der nationalen Normalen annehmen.

    Stattdessen wurde die nationale Normale für Sakrosankt erklärt.

    So etwas aber wie ein absolut beständiger Wert einer Messgröße existiert in unserem Universum einfach nicht. Mit der Veränderung der Amplitude der Raumoszillationen verändert sich auch der Widerstand der nationalen Normale. Und zwar stärker als der meisten Widerstandsthermometer. Der Grund liegt in dem Zeitpunkt des Gießvorgangs des Ausgangsmaterials und der lag in dem Zeitpunkt wo „Gravitationskonstante“ geringer war. Beim Festwerden des Metals wurden die Atome nicht so eng gebunden als in den Später angefertigten Thermometer. Folglich reagierten sie dann stärker auf den weiteren Zuwachs des GH und oszillierten entsprechend stärker. Das ist nichts anderes als ob die Normale eine Höhere Temperatur hätte. Die später gefertigte Thermometer reagieren nicht so empfindlich weil bei denen die Atome enger gebunden wurden. Die zeigen also dann immer zu niedrige Temperatur.
    Bei dem Kalibrierungsvorgang wurde das zwar regelmäßig korrigiert, nach einiger Zeit war der Unterschied schon aber wieder da. So sammelte sich in laufe von 40 Jahren eine durch die Homogenisierung und Statistik verursachte Klimakatastrophe.

    Es sind zwei Dinge die Unendlich sind, das Universum und die Dummheit der Physiker, wobei beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

  3. Martin Neukamm
    23. Februar 2010 um 21:44

    Die Argumente, die vom Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) gegen einen anthropogenen Treibhauseffekt ins Feld geführt werden, können im Kreise interessierter Laien, so wie ich einer bin, große Verwirrung stiften. Viele Menschen glauben tatsächlich, es gäbe kaum wissenschaftliche Argumente zugunsten einer anthropogenen Erderwärmung. Daher suche ich schon seit einiger Zeit nach einer Website, auf der kompetent und systematisch die wesentlichen Einwände dieser (man muss es wirklich so deutlich sagen) pseudowissenschaften Kritiker am Klimawandel entkräftet werden.

    Herzlichen Dank für diese Website, hier habe ich genau das gefunden, wonach ich gesucht hatte!

  4. Josef Kowatsch
    13. April 2010 um 18:43

    Lieber Martin Neukamm.
    Du hast das Kernproblem noch nicht verstanden, wenn du schreibst, du suchst nach einer Webseite, wo auf einfache Weise die Einwände gegen den Klimawandel entkräftet werden.
    Diese Webseite kann es nicht geben. Denn niemand bringt Einwände gegen den Klimawandel. Der wird von allen anerkannt, er findet ständig statt und die Frage ist, was sind die Hauptgründe dieses ständigen Klimawandels. Nur bei der Suche nach den Gründen unterscheiden sich die Geister, auch unsere.
    1) Ich halte die Theorie für den C02-TE für richtig, er ist in meinen Augen aber unbedeutend
    2) Kein einziger Versuch kann diesen C02-TE beweisen. 3) Es gibt auch keine technischen Anwendungen, bei welchen wir uns den TE positiv zunutze gemacht hätten. 4) Es gibt auch keine örtlichen Erwärmungen oder Abkühlungen, die man mit einem TE erklären müßte.
    Der TE ist nur ein Rechenmodell und je nach Meinung des Vorbetrachters beträgt die C02-Klimasensivtivität zwischen 0,1 Grad bis höher in den Hitzetodbereich hinein.
    Die Katastrophen, die ständig als Beweis angeführt werden sind auch keine Beweise für den C02TE. Der leichte Anstieg des Meeresspiegels beweist nur, dass es wärmer wurde, aber nicht, dass C02 die Erwärmung bewirkt hat.
    Was der C02-TE überhaupt nicht erklären kann, ist die seit 9 bzw.10 Jahren stattfindende Abkühlung und vor allem der bitterkalte Winter 09/10, der in Deutschland 1,5 Grad unter dem langjährigen Schnitt des letzten Jahrhundert lag.
    Also: Kein Versuchsbeweis für einen TE, dazu nun der Temperaturwendepunkt seit 10 Jahren, da muss jeder denkende Mensch sich korrigieren und nach neuen Erklärungen suchen. Lieber Martin, Ich darf dich hier so nennen, du warst ja mal ein Schüler von mir, ich suche seit gut 2 jahren nach neuen Erklärungen. Und hier scheint die Sonnenforschung und die Erforschung der rhytmischen Wolkenänderungen, für welche die kosmische Strahlung verantwortlich ist, mehr an wissenschaftlicher Richtigkeit zu haben als der unbedeutende TE. Warten wirs ab: Der TE behauptet weitere Erwärmung, die Sonnenforschung verspricht zunehmende Kälte.
    Übrigens, die Leute bei Eike negieren den C02-TE nicht, sie schätzen in nur so wie ich, als relativ unbedeutend ein.

  5. Josef Kowatsch
    13. April 2010 um 18:50

    Stärkere Sonnenaktivität und ein daran gekoppeltes
    stärkeres Magnetfeld der Sonne führt zur Klimaerwärmung

    Kurzerklärung der Sonnentheorie: Die Erde wird ständig bombardiert mit kosmischer Strahlung aus dem All. Diese Kosmische Strahlung hat Einfluss auf die Wolkenbildung, die Kosmische Strahlung verstärkt die Wolkenbildung und damit wird es kälter.
    Eine stärkere Sonnenaktivität, verbunden mit einem stärkeren Magnetfeld der Sonne wirkt dem entgegen. Die Magnetfelder der Sonne schirmen einen Teil der Kosmischen Strahlung ab. Dadurch geht die Wolkenbildung zurück. Es wird wieder wärmer.

    Die Wechselwirkung von Sonnenaktivität und Kosmischer Strahlung sind für die ständigen Klimaschwankungen verantwortlich

    Von folgender Tatsache kann man ausgehen: Etwa knapp 10 Jahre vergehen bis die Erde auf eine Änderung der globalen Energiebilanz reagiert. ( http://www.tiny.cc/dNM6l)
    Die ansteigende Sonnenaktivität von 1900 bis etwa 1950 hatte einen Temperaturanstieg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verursacht. Daran schloss sich eine kleine Kaltphase an. In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat eine abnehmende Wolkenbedeckung (gemessen durch ISCCP) bei zunehmender Sonnenaktivität die Temperatur weiter steigen lassen.
    Die wieder zunehmende Wolkenbedeckung und die abnehmende Sonnenaktivität seit 2000 erklärt den Wendepunkt und die jetzt leicht zurückgehenden Temperaturen im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. In Deutschland betrug dieser Temperaturrückgang 0,7 Grad in den letzten 9 Jahren. Insbesondere der sich anschließende Winter 2009/10 lag um 1,5 Grad unter dem langjährigen Schnitt des letzten Jahrhunderts. (Angaben des Deutschen Wetterdienstes –DWD- in Offenbach). Er soll der elftkälteste seit 1900 gewesen sein.

    Ergebnis: Die globale Temperaturerhöhung am Ende des 20. Jahrhundert ist deshalb überwiegend auf das Zusammenwirken von Sonne und der Änderung der Wolkenbedeckung zurückzuführen und zu erklären.
    (siehe auch Prof. Borchert: http://tinyurl.com/yfstmko)

    Mit C02 hat die Erwärmung der letzten 20 Jahre im letzten Jahrhundert weniger zu tun. Es gibt bislang auch keine Versuchsbeweise für die Behauptung, dass der Mensch mittels C02 an einer ständigen sich aufschaukelnden Erwärmung schuld sein soll. Es gibt auch keinerlei technische Anwendungen, bei denen wir uns die Erwärmung durch den behaupteten Treibhauseffekt (TE) positiv nutzbar hätten machen können. Selbst ein Treibhaus funktioniert nicht nach dem TE.

    Die immer wieder angeführten Katastrophenvorhersagen sind auch keine Beweise für eine C02-erwärmung. Sie sind nur Anzeichen, dass es seit dem Ende der kleinen Eiszeit vor 160 Jahren wieder wärmer wurde, dass es einen für den Menschen und die Artenvielfalt positiven Klimawandel gegeben hat. Das bis zum Jahre 2007 schmelzende Poleis weiß aber nicht, wer die Schmelzwärme geliefert hat. Deshalb kann schmelzendes Eis auch kein Beweis für den C02-TE sein.

    Erklärt man sich die Temperaturänderungen mit Hilfe der Sonne und der Wolkenbedeckung, dann hätte dies die gleichen Folgen wie eine behauptete C02-Treibhauserwärmung. Für die Vertreter der Sonnenaktivität, sie nennen sich Klimarealisten, gibt es aber keine Hitze-Katastrophen im Sinne eines ständigen nach oben, sondern nur klimatische Veränderungen, die Temperaturen gehen mal rauf, mal runter. Momentan gehen sie wegen der schwachen Sonnenaktivität und der zunehmenden Wolkenbedeckung leider runter

    Da es voraussichtlich weiter kälter wird, werden Umweltschutzmaßnahmen, alternative Energien, Energiesparmaßnahmen, effektivere Energieausnutzung, sparsamere Motoren und Wärmedämmung wichtiger denn je.

  6. Friedr.-W.H. Rahe
    2. Mai 2010 um 18:09

    Sehr geehrter Herr Kowatsch – Endlich eine Darstellung, die auch aus den Umweltverbänden kommen sollte. Entweder sind die Leute mit einem Intelligenzqotienten um 75 gesegnet, oder sie erhoffen sich einen Anteil aus den geplanten CO2-Steuern und evtl. dem Zertifikatshandel. (letzteres halte ich für wahrscheinlicher) Der Beitrag „Mit Klimasteuern die Haushalte sanieren?“ in einer Publikation der „Deutsche Bank Research“ vom 26. 11. 2009 läßt zumindest den Verdacht aufkommen. Zugegeben, das ist kein Beweis für das Schielen der Umweltverbänmde nach dem großen Geld, aber zumindest dafür, daß Umweltsteuern und Zertifikatshandel angedacht sind. Und dann vergesse man nicht, daß Ackerman seinen 60. Geburtstag im Amt der „Klimakanzlerin“ gefeiert hat.

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